PGS-Zukunft: Lohnender Blick in die Zeitung!


 

Ein Albtraum

Da helfen weder Polemik noch Pathos. Liebe CDU: Wer aus dem PGS-Gebäude ein Politikum macht, der muss etwas mehr im Pokerblatt haben als einen Parkplatz in Pastors Garten – passend zum Edeka! Die Fakten sprechen gegen eine Kita Paul Gerhardt, wie sie auch die Stadtverwaltung in der Hinterhand halten möchte. Als Notnagel. Ein Fehler: Die Grundschule musste gerade erst weg von der Wilhelmstraße, weil die Sanierung zu teuer geworden wäre. Auch, weil Anmeldungen rückläufig waren. Die Sanierung des selben Gebäudes für eine Kita würde nicht weniger kosten. Nur bei den Anmeldezahlen wäre die Stadt auf der sicheren Seite – aber auch nur, weil sowieso Kita-Plätze fehlen werden. Das ist sicher. Schlimm genug. Ich bin sicher, dass die wenigsten Eltern freiwillig auf einen Kindergarten zurückgreifen würden, der sich zwischen einem Innenstadtring mit Dauerverkehr und einer „Betonwüste“ im „Garten“ befinden soll. Das ist kaum attraktiv. Die Kinder müssten hinter hohen Zäunen eingepfercht werden. Hier von einer grünen Oase rund um ein Kinderzentrum zu träumen, muss im Albtraum enden: „Da wäre – damals noch mit Bäumen – Pastors Garten fast die bessere Alternative gewesen. Wieso brachte die CDU eigentlich kein Kinderzentrum als Alternative zum Edekamarkt ins Rennen? Das weiß wohl nur ihre Spitze!
Wenn dann noch CDU-Ratsherr Josef Berkemeyer die tolle Lage im Stadtzentrum anpreist, weil Eltern so prima ihre Kinder mit den Autos bringen und wieder abholen können, setzt das allen Überlegungen die Krone auf. So etwas sollte planerisch unterbunden und nicht auch noch gefördert werden.

Ralf Schacke (Emsdettener Volkszeitung)
 

Artikel aus der Emsdettener Volkszeitung vom 16.05.2018