Aufgaben ohne Ende

Leitung von Lernen Fördern besucht unsere Ratsfraktion

Emsdetten kann nur eine wirtschaftlich starke Stadt bleiben, wenn Kinder und Jugendliche sicher durch die Schulzeit kommen und einen guten Übergang ins Berufsleben finden. Bei diesen Lebensphasen liegen die Ursprünge von „Lernen fördern“ in Emsdetten, und diese Arbeitsfelder standen auch im Mittelpunkt eines sehr lebhaften Gesprächs zwischen Vertreterinnen von Lernen fördern und der SPD-Ratsfraktion. 

Ein großes Tableau verschiedener Maßnahmen und Angebote blätterte sich da auf. Das erklärt sich einerseits aus den vielfältigen Bedürfnissen, andererseits aus der Abhängigkeit von Förderungen auf den verschiedenen Ebenen.

„Alles aus einer Hand“ läuft es inzwischen bei der Schulsozialarbeit. Verglichen zu anderen Städten ist Emsdetten hier gut ausgestattet, trotzdem berichtete die am Martinum tätige Birgit Kofort, wünschten sich die Fachkräfte oft, mehr Zeit für einzelne Kinder aufbringen zu können. „Die heute bestehenden multiprofessionellen Teams haben sich mittlerweile gut eingespielt, aber das bedeutet natürlich auch, dass sich durch erhöhte Aufmerksamkeit die Zahl der erkannten Fälle erhöht“, ergänzte Einrichtungsleiterin Marion Diekmann. Die Expertinnen bestätigten die Aussage von Ratsmitglied Frank Achterkamp, dass die Algorithmen der Sozialen Medien junge Menschen noch stärker belasten, als dies früher der Fall war.

Marion Diekmann bezeichnete die Inklusive Klassenassistenz, sie vor sechs Jahren in Sinningen eingeführt wurde und heute an drei Grundschulen angewandt wird, als ein Erfolgsmodell. Das hauptsächlich betreute Kind würde nicht stigmatisiert, außerdem könne eine sozialpädagogische Fachkraft auch andere mögliche Probleme in einem frühen Stadium abfangen. Kathrin Bäumer, die die SPD im Sozialausschuss vertritt, erinnerte daran, dass das Modell nicht für alle Fälle tauge und warnte vor Tendenzen in der Bundespolitik, darin statt einer passgenauen Hilfe ein Sparpotential zu sehen. 

In der Summe, verbunden mit den Maßnahmen zur Berufsvorbereitung, ist es ein fein austariertes Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen. Die Vertreterinnen von „Lernen fördern“ waren sich mit der SPD-Fraktion darüber einig, dass im Sinne einer guten Prävention diese Arbeit gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gesichert werden muss.