Die Stadt besitzt, Straßen, Schulgebäude und Grünflächen … aber auch Wohnhäuser? Tatsächlich ja. Damit füllt sie an verschiedenen Stellen Lücken, die der private Wohnungsmarkt nicht bedient. Die bereits seit Jahren andauernde Wohnungsknappheit macht diese Wohnungen zu einem zwar kleinen, aber wichtigen Baustein in unserer Wohnungslandschaft.
Vielfach ist die Bausubstanz dieser Gebäude jedoch in die Jahre gekommen. Deshalb fordert die SPD die Stadt jetzt zu einer „Inventur“ auf, um die städtische Wohnungspolitik auf eine längerfristige Basis zu stellen. Dazu stellt sie jetzt verschiedene Fragen:
Wo sind Altimmobilien abgängig? Wo ist eine energetische Sanierung möglich und wo ist ein Neubau perspektivisch günstiger? Wo lassen sich verschiedene Standorte zusammenlegen, um geringere Bewirtschaftungskosten zu erzielen?
„Grundsätzlich streben wir angesichts der vielfältigen Krisenlagen danach, den städtischen Wohnungsbestand eher zu vergrößern als zu verkleinern“, sagt dazu die Fraktionsvorsitzende Anke Hackethal. „Damit schaffen wir einen Puffer, der uns als Stadt resilienter macht.“
Der SPD-Antrag weist darauf hin, dass es gerade in einer finanziell schwierigen Situation für die Stadt angemessen ist, ihren Immobilienbestand zu modernisieren. Das Ziel, bis zum hundertjährigen Jubiläum der Stadt das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, erfordert Maßnahmen auch in diesem Bereich. Da sich im Augenblick mehrere Baugebiete in verschiedenen Planungsstadien befinden, gibt es gute Argumente für eine zeitnahe Befassung mit dem Thema. Denn dort können für Neubauten dort befindliche städtische Flächen ins Auge gefasst werden, wenn sich die bisherigen Standorte als ungeeignet erweisen sollten.
