Neujahr 2026: Starker Rückhalt für unsere Demokratie

Das politische Jahr hat in Emsdetten erst dann so richtig begonnen, wenn die SPD ihren Neujahrsempfang veranstaltet. Diese alte Weisheit bestätigte sich auch in diesem Jahr, als wir neben eigenen Mitgliedern auch viele Vertreter*innen des vielfältigen Emsdettener Vereinslebens begrüßen konnten.

Vereine und Ehrenamt im Blick

Dieser traditionelle Schwerpunkt auf dem lokalen Ehrenamt und Vereinsleben ist kein Zufall, das machten die verschiedenen Redebeiträge deutlich. Denn eine demokratische Stadtgesellschaft hat auch in diesen Zeiten, wo sie von innen und außen angegriffen wird, dort die besten Zukunftsaussichten, wo sich möglichst viele Menschen in ihrem persönlichen Umfeld gestaltend einbringen. 

Den Auftakt in diesem Sinne machte Bürgermeister Oliver Kellner, der auch im Rückblick auf die Wahlen des vergangenen Jahres nicht zuletzt die Bedeutung des politischen Ehrenamtes betonte. 

Unser Bundestagsabgeordneter Jürgen Coße schlug den Bogen nach Berlin und darüber hinaus. In Zeiten, wo vermeintlich Starke unverhohlen das Recht des Stärkeren zur einzigen Norm machen, wo Menschen wegen ihrer Herkunft oder ihrer sozialen Notlage ausgegrenzt werden, ist es wichtiger denn je, Grundsätzen der Gemeinschaftlichkeit und Solidarität Öffentlichkeit zu verschaffen. 

Jusos und Gastredner einig

In diesem Zusammenhang hatte auch der Auftritt der Juso-Vorsitzenden Melanie Just besonderes Gewicht. Emsdettens SPD hat bei der jüngsten Kommunalwahl den Mut bewiesen, viele junge Menschen auf aussichtsreiche Positionen zu stellen.  Fünf in diesem Jahrtausend geborene Ratsmitglieder bringen nicht nur eine dringend benötigte Perspektive in die Ratsarbeit. Sie zeigen auch anderen jungen Menschen, dass eine aktive Demokratie der beste Weg ist, ihrer Generation eine öffentliche Stimme zu geben.

Der Gastredner Christoph Strässer nahm die Vorlagen auf und setzte sie in Beziehung zu seinen Erfahrungen aus der Bundespolitik. Wir leben nicht mehr in Zeiten, in denen wir uns darauf verlassen können, dass andere den Schutz der Demokratie für uns leisten. Aber das gelte eben nicht nur für das Ehrenamt vor Ort, sondern gerade auch für die professionelle Politik auf allen Ebenen. Dazu gehört auch zu sehen, wie deutsche Politik jenseits unserer Landesgrenzen wahrgenommen wird und welche Folgen es dort zeitigt. Wer ein jahrzehntelanges Leben in einem friedlichen und demokratischen Land verbringen durfte, läuft Gefahr zu unterschätzen, was für ein kostbares Gut beides ist, und es unseren Einsatz verdient. Das Schicksal der Menschen in Kriegsgebieten, der mühselige Kampf gegen Unterdrückung, wie jetzt wieder im Iran, zeigt am besten, was wir zu bewahren haben.