Mit Trauer nimmt Emsdettens Sozialdemokratie Abschied von Günter Tubbesing (1933-2026). Aus eine sozialdemokratischen Textilarbeiter-Familie stammend, kam er nach dem Studium an der Textilfachschule Reutlingen nach Emsdetten und wurde hier heimisch, gründete eine Familie.
Bald wurde ihm klar, dass er mehr für seine neue Heimat tun wollte und stieg zur Kommunalwahl 1964 in die Ratsarbeit ein. Das war eine Zeit, als der Rat noch auf Deitmars Hof tagte, Ausschusssitzungen nicht-öffentlich waren und in allen Sitzungen heftig geraucht wurde. Als er 2009 ausschied, hatte sich das alles längst geändert.
In mehreren Jahrzehnten war Günter Tubbesing natürlich in verschiedenen Feldern tätig, sein besonderer Schwerpunkt war jedoch der Bauausschuss. Er machte sich seinen Namen für seine detailreiche und gründliche Vorbereitung. Immer war er der erste, der sich meldete, wenn es galt, Fehler aufzudecken. Gleichzeitig war er in der Rückschau besonders stolz auf Projekte, die in interfraktioneller Zusammenarbeit gelangen, wie der Bau des Hallenbades in der Stauffenbergstraße.
Außerhalb der Welt der Politik war Günter Tubbesing langjähriges Mitglied des Tennisvereins, wo er sich in den 1960er Jahren erfolgreich dafür einsetzte, den Verein einem größeren Kreis Sportbegeisterter zu öffnen.
Günter Tubbesing war nie jemand, der sich in die erste Reihe drängte, aber durch seinen unermüdlichen Einsatz trug er fiel dazu bei, das moderne Emsdetten mitzugestalten. Die Stadt dankte es ihm nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik mit der Verleihung der Verdienstmedaille. Und auch Emsdettens SPD denkt mit Dankbarkeit an seine vielen hilfreichen Impulse zurück.
