aus der EV vom 24.08.2010


Werner Nießing

Politik gemacht 
im Interesse der Menschen

Trauer um SPD-Urgestein Werner Nießing


EMSDETTEN. Er war „der rote Werner“. So wurde Werner Nießing nicht nur wegen seiner Haarfarbe genannt. Werner Nießing war ein Urgestein der SPD in Emsdetten. Zusammen mit seiner Familie, mit Ehefrau Elisabeth und den drei Kin­dern trauern die Sozialdemokraten um eine Mitstreiter, der wie kein anderer die Ausgestaltung der Politik an den Inter­essen der Menschen ausgerichtet hat.
Werner Nießing starb am Sonntag nach schwerer Krankheit im Alter von nur 76 Jahren.
Der Vollblutgewerkschafter hat sein ganzes Leben seiner politischen Mission gewidmet. Werner Nießing engagierte sich für seine Mitmenschen - in der Gewerkschaft für die Rechte seiner Kollegen, in der Politik für die Interessen der Bürger.

Ein Basispolitiker

„Werner Nießing“, würdigte SPD-Vorsitzender Harald Lude, „war im besten Sinne ein Basispolitiker. Mit ihm geht ein Mann von uns, der die Verbindung von Politik und Bürgerinteressen verkörperte.“ 30 Jah­re lang war er bis 1994 bei der Firma Interdo-mo Betriebsratsvorsitzender. Zehn Jahre lang zog er die Fäden als Vor­sitzender der IG Metall Emsdetten, arbeite viele Jahre im Vorstand der IG Metall Rheine mit und engagierte sich in der Bildungsarbeit der Gewerk­schaft.
1964 trat Werner Nießing der SPD bei. 30 Jahre lang, von 1969 bis 1999, übernahm Werner Nießing kommunalpolitische Verantwortung für die SPD im Stadtrat und setzte sich hier für die Interessen der Bürger ein. Hiervon war er 13 Jahre lang, von 1982 bis 1996, Fraktionsvorsitzender. In fast jeden Ausschuss des Stadtrates brachte Werner Nießing seine Erfahrungen und Fähigkeiten ein. Auch im Aufsichtsrat der Stadtwerke war er aktiv.
30 Jahre im Vorstand
Weit über drei Jahrzehnte gehörte er dem Vorstand des SPD-Ortsvereins an. Von 1982 bis 1995 war er stellvertretender Vorsitzender. Maßgebliche politische Weichenstellungen hat er initiiert. Unter seiner Führung wurde der politische Einfluss der Sozialdemokraten in Emsdetten stets stärker.
Dabei zeichnete ihn seine Bürgernähe aus. Unvergessen sind die großen SPD-Bürgerfeste, die in den 80er Jahren von Tausenden Bürger besucht wurden. Für sein großes Engage­ment wurde Werner Nießing 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausge­zeich­net.
Beerdigung
Die Beerdigung von Werner Nießing ist am Donnerstag, 26. August, um 14.30 Uhr auf dem Friedhof an der Nordwalder Straße. Anschließend ist die Eucharistiefeier in der St.-Ma­rien-Kirche. mb