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aus der EV vom 23.Jan. 2012
Von Armut und Ängsten beim Neujahrsempfang Gerhard Kompe hält Gastvortrag / „Dancing Leaves“ holen
ihren Auftritt nach
Der Vorsitzende Harald Lude und sein „Glücksbringer“ begrüßen die zahlreichen Gäste, darunter Michael Wissing von der Aktionsgemeinschaft „Westumgehung“.
Gerhard Kompe, Landesvertreter der AG60+, hielt den Gastvortrag beim Neujahrsempfang
EMSDETTEN Es ist gute Tradition, dass die SPD Emsdetten im Januar zum
Neujahrsempfang
einlädt. Um über die politischen Errungenschaften des vergangenen
und die Ziele des gerade begonnenen Jahres zu fachsimpeln, versammelten
sich gestern wieder zahlreiche
Gäste im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik.
Und Harald Lude, Vorsitzender des Ortsverbandes, stellte zufrieden fest:
„Die Veranstaltung
erfreut sich immer größerer Beliebtheit!“
Das Herzstück des Neujahrsempfangs war, wie gewohnt, eine politische
Neujahrsrede. Wer sie halten sollte, das verriet die SPD auf ihrer
Einladung nicht. Erst als der Überraschungsgast
an der Reihe war, die Bühne zu betreten, wurde das Geheimnis gelüftet.
Gerhard Kompe, der als Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60plus
über 68.000 Sozialdemokraten in NRW repräsentiert, sprach vor den Emsdettenern und ihren Gästen über das Thema Altersarmut. „Die Menschen
haben Zukunftsangst“, stellte er fest. „Die Bürger bangen um ihre
Existenz.“ Das fange nicht erst im Alter an, wobei er auf einen
Zusammenhang hinwies: „Die Hungerlöhne von heute sind die Armutsrenten von
morgen“, sagte er und sprach sich ganz klar für Mindestlöhne aus. Und
dafür, dass „die gesetzliche Rente wieder die tragende Säule im Alter sein
muss“.
Grußworte
Darüber hinaus gab es einige Grußworte. Während Bürgermeister Georg
Moenikes vor allem
das Geschehen in Emsdetten beleuchtete, befasste sich Landtagsmitglied
Elisabeth Veldhues mit übergeordneten Themen. Da ging es zum Beispiel um
Fachkräftemangel. Ihre Sicht der Dinge: „Fachkräfte sucht man nicht,
Fachkräfte bildet man aus!“ Und Bundestagsmitglied
Ingrid Arndt-Brauer beschäftigte sich beispielsweise mit dem lieben Geld:
„Kommunen sind mit Ausgaben überlastet, und sie sind unterfinanziert - das
muss sich ändern!“
Bunte Unterhaltung
Zwischendurch, da ließ das Programm die Politik auch mal beiseite, da ging es um Unterhaltung. Die Gruppe „Strauhspier“ unterhielt mit ihren plattdeutschen Liedern.
Besonders viel Applaus bekam die Cheerleader-Gruppe „Dancing Leaves“ des
SV Hembergen,
die vor dem SPD-Publikum ihren bei Sportissimo geplatzten Auftritt
nachholte. Und am Ende, da trafen sich Unterhaltung und Politik - beim
Auftritt des Musikkabarettisten
Hubert Burghardt
mit Ausschnitten aus seinem Programm „Sex in der Krise“. |