Mehr Kindergartenplätze in Emsdetten notwendig -

Mit der Westumgehung geht es voran

Die Neueröffnung des Eine-Welt-Ladens an der Wil- helmstraße nutzten Elisabeth Veldhues, Landtagsab-geordnete und Vorsitzende der Kreistagsfraktion der SPD, und Dr. Thomas Kock, SPD-Fraktionsvorsit-zender, sich über zwei für Emsdetten wesentliche Probleme ausführlich auszutauschen, die Westumge- hung und die Situation in den Kindertageseinrich-tungen.

Bekanntlich hat die Stadt Emsdetten dem Kreis angeboten, dass Flurbereinigungsverfahren zur Westumgehung vorzufinanzieren. „Hier hat der Rat seine Hausaufgaben erledigt“, fasste dazu Elisabeth Veldhues zusammen, alle Unklarheiten seien mittlerweile vom Tisch. Dr. Thomas Kock ist daher sehr zuversichtlich, dass es im Kreistag hierfür in der nächsten Sitzung die erforderliche Mehrheit gibt. „Die SPD hat mittlerweile ihre Kriterienliste für den Neubau von Straßen verabschiedet“, so Veldhues, danach sei deutlich, dass die Westumgehung eine hohe Priorität habe. „Ich glaube, es geht voran“, fasste Kock die Diskussion zusammen.

Berichten konnte Kock über seine Gespräche mit verschiedenen Kindergartenleitungen. Einig waren sich die beiden, dass es noch deutlich Handlungsbedarf gerade für die Betreuung der unter 3-Jährigen gibt. „In einem nächsten Schritt müssen wir hier die personelle Situation in den Kindergärten verbessern“, so Veldhues. Die personelle Ausstattung sei bei den immer höher werdenden Anforderungen nicht mehr ausreichend.

Ebenfalls einig waren sich Veldhues und Kock, dass es einen deutlich höheren Bedarf an U3-Plätzen in den Kindertageseinrichtungen gebe als bisher angenommen. „Das Land geht von einem Bedarf von 35 % aus, ich rechne damit, dass der Bedarf in Emsdetten deutlich über 50% liegen wird“, so Dr. Kock, der gleichzeitig auch Vorsitzender des zuständigen Jugendhilfeausschuss ist. „Ich denke, hier wird die Stadt noch erheblich mehr Plätze schaffen müssen als das manche in der Politik zur Zeit annehmen.“

Sehr positiv sei, dass die Landesregierung beschlossen habe, das dritte Kindergartenjahr beitragsfrei zu machen. „Die Eltern werden damit entlastet“, so Veldhues und der Kindergarten würde als Bildungseinrichtung aufgewertet. „Auf Dauer muss es unser Ziel sein, den Kindergarten wie die Schule komplett beitragsfrei zu machen.“ Hiermit sei eine wesentliche Forderung der SPD sowohl im Land als auch vor Ort umgesetzt worden.