Mehr Diplomatie wagen
Dr. Kock zuversichtlich: Westumgehung wird vorankommen.

Insgesamt zufrieden sind die Emsdettener Sozialdemokraten mit dem SPD-Kreis- parteitag. Viele Gespräche und Zusagen habe man rund um das Thema West- umgehung führen können.

„Nach klaren Zusagen in Gesprächen mit Elisabeth Veldhues und dem neuen Kreisvorsitzenden Jürgen Cosse bin ich mir sicher, dass wir in diesem Jahr mit der Westumgehung deutlich vorankommen werden“, fasste SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Thomas Kock zusammen.

Die früher von einigen Kreistagsmitgliedern vertretene Position, keine weiteren Straßen mehr bauen zu wollen, sei eindeutig nicht mehr- heitsfähig. Die SPD möchte jetzt in einer Prioritätenliste festlegen, welche Projekte in den nächsten Jahren verwirklicht werden sollen. „Hier hat Emsdetten sehr gute Chancen, dass die Westumgehung ganz oben stehen wird“, so Harald Lude. In der politischen Diskussion gehe es jetzt darum, eine Mehrheit im Kreistag davon zu überzeugen, dass die Westumgehung notwendiger sei als etwa eine neue Anbindung der Fachhochschule in Steinfurt.

Diese Prioritätenliste bedeute auch, dass die Abfolge von Straßenbauprojekten politisch entschieden und nicht vom Landrat vorgegeben werde. „Wenn diese Prioritätenliste steht, wird es auch mit dem Flurbereinigungsverfahren weiter gehen“, ist sich Kock sicher. Denn gebe einen konkreten Zeitplan, auf den alle Beteiligten bauen könnten.

Die Kritik des Bürgermeisters, diese Politik dauere zu lange und er sei enttäuscht, dass nicht in der Kreistagssitzung im April bereits konkrete Entscheidungen gefällt worden seien, weist Kock zurück. „Wir müssen diplomatisch vorgehen und Mehrheiten sichern. Dazu gibt es keine Alternative“ Wer in dieser Frage mit dem Kopf durch die Wand wolle, werde in jedem Falle scheitern.