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aus der EV vom 01.12.2011

Die SPD hat sich als erste Partei festgelegt: Die Schließung einer
Grundschule sei unumgänglich, aus liegenschaftlichen Gründen käme nur die
Buckhoffschule in Frage. Eine Entscheidung soll schnell fallen, damit
endlich Gewissheit herrsche.
EV-Foto Oberheim
SPD: Karten auf den Tisch
Kock spricht sich für Schließung der Buckhoffschule aus / „Gehe von großer
Mehrheit aus“
EMSDETTEN. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Kock bleibt trotz der
überraschend geringen Anmeldezahlen an der Paul-Gerhardt-Schule (PGS)
bei seiner Linie: Die Schließung einer Grundschule sei unumgänglich - und
das soll nach Vorstellung der SPD die Buckhoffschule sein.
Kock ist sich einer gewissen Unpopularität der Festlegung bewusst - ist
aber auch überzeugt, dass (wie von ihm seit Jahresbeginn gefordert)
endlich eine Entscheidung fallen muss, „dass man die Ungewissheit Eltern
und Lehrern nicht weiter antun kann.“ Thema ist die Grundschulzukunft
im Schulausschuss am kommenden Montag, denn dort wird der Antrag der SPD
diskutiert (EV berichtete), der im Wesentlichen zwei Dinge beinhaltet:
Einen Grundsatzbeschluss bis zum Sommer, dass an einer Grundschule ab dem
Schuljahr 2013/2014 keine Schulet mehr aufgenommen werden. Und die
Abarbeitung eines Fragenkataloges, um zu klären, welche Schule das am
sinnvollsten sein könne.
Viel Unruhe
Nach der Veröffentlichung der aktuellen Anmeldezahlen - und der Unruhe vor
allem an der PGS - ist die SPD mittlerweile weiter, wie Dr. Thomas Kock
im EV-Gespräch erklärt: „Die PGS steht für uns nicht zur Disposition“,
sagt der Fraktions-Chef. Weil unbedingt eine integrativ arbeitende
Schule am Ort gehalten werden und es mindestens eine nicht-konfessionelle
Grundschule geben müsse. Die geringen Anmeldezahlen an der PGS hält
Kock für eine Momentaufnahme, die man nicht überbewerten solle. Um die
Attraktivität zu steigern, könnte er sich zudem vorstellen, die PGS als
gebundene Ganztagsschule, also mit einem verpflichtenden Ganztag, zu
führen. Denn stimme das Land dem zu, müssten die Eltern im Gegensatz zum
Offenen Ganztag nur das Essensgeld zahlen. Dem Vorschlag der CDU, alle
Grundschulen so lange wie möglich offen zu halten, um dann die
Buckhoffschule an den PGS-Standort zu verlagern, hält Kock für nicht
praktikabel, da dann alle Grundschulen in Emsdetten konfessionell
gebunden seien. „Die Schließung einer Grundschule ist nicht zu
vermeiden, und diese Entscheidung muss jetzt schnellstens fallen“, sagt
Kock. Aus „rein liegenschaftlicher Sicht“, wenn man Gebäudesubstanz und
mögliche Folgenutzung betrachte, käme da nur die Buckhoffschule in
Betracht. „Mit der guten pädagogischen Arbeit hat eine solche
Entscheidung nichts zu tun“, unterstreicht Kock.
Politische Mehrheit?
Er ist optimistisch, dass es für diesen Vorschlag eine große politische
Mehrheit gibt. Denn Grüne und Emsdettener Liste haben sich bereits für die
Schließung einer Schule ausgesprochen. Und in der CDU gibt es weiterhin
zwei Meinungen.
Christian.Busch@emsdettenervolkszeitung.de
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