aus der EV vom 24. Jan.2011 - Fotos privat

Neujahrsempfang der SPD im Bürgersaal

 

EMSDETTEN. Schwarz, das ist nicht die Parteifarbe der SPD. Trotzdem hatte sie beim Neujahrsempfang des Ortsvereins Emsdetten am Sonntagvormittag im Bürgersaal in Stroetmanns Fabrik eine große Bedeutung. Jeder Gast erhielt beim Einlass ein kleines Geschenk - eine schwarze Figur mit Zylinder auf dem Kopf und Leiter auf der Schulter. Einen Schornsteinfeger, einen Glücksbringer. Einen kleinen Gruß zum neuen Jahr. 

Der hohe Besuch, den der Ortsverband zu diesem Anlass erwartete, hatte sich dafür standesgemäß in Rot gekleidet. Ingrid Arndt-Brauer, Mitglied des Bundestages, und Dr. Angelica Schwall-Düren, NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, waren die Stargäste des Empfangs - in roten Kostümen.

Harald Lude, Vorsitzender des Ortsvereins, begrüßte zahlreiche Geladene aus Politik, Vereinen, Schulen. Die meisten nannte er mit Vornamen, so machen das die Genossen. Bei allem Humor in seiner Ansprache wollte er die Politik aber nicht ganz außen vorlassen und betonte: „Ein Aufschwung, der nicht bei den Arbeitnehmern ankommt, ist für mich kein Aufschwung“ Auch das Thema Westumgehung fand natürlich Erwähnung.

Ein Thema das Ingrid Arndt-Brauer aufgriff: „Ich komme gerne nach Emsdetten“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete. „Noch muss man durchfahren und kann nicht drumherum fahren.“ In ihrem bundespolitisch geprägten Grußwort sprach sie auch von Nachhaltigkeit und warf die Frage in den Raum: „Soll eigentlich alles wachsen?“

Bürgermeister Georg Moenikes (CDU) stellte in seiner Ansprache erfreut fest: „Man sollte Zukunft nicht vorhersagen, man sollte sie machen - dass Emsdetten das tut, hat es bewiesen.“ Das dritte Grußwort hätte Elisabeth Veldhues, SPD-Landtagsabgeordnete, sprechen sollen. Doch sie musste kurzfristig absagen.

Den Gastvortrag hielt die Frau, die sich kurz zuvor im Goldenen Buch der Stadt verewigt hatte: Dr. Angelica Schwall-Düren. Die sympathische Ministerin brachte Fakten und Standpunkte. „Früh handeln, helfen und die Probleme bei der Wurzel packen, so sorgt man für Stabilität“, erklärte sie. Und: „Harte Sparzwänge kommen auf uns zu, aber wir dürfen uns nicht kaputtsparen.“ Ihr abschließender Aufruf: „Sorgen Sie dafür, dass das Leben in Ihrer Stadt auch weiterhin lebenswert bleibt. Ich bin sicher, dass Sie das gemeinsam zustande bringen.“

Natürlich wurden beim Neujahrsempfang der SPD, durch den Helmut Laumann als Moderator führte, nicht nur Reden geschwungen. Musikalische und lustige Beiträge lockerten das Programm auf. Sopranistin Daniela Stampa trug, von Manfred Künnemann am Flügel begleitet, verschiedene Stücke vor. Zum Beispiel das durch Frank Sinatra berühmt gewordene „My way“, „Somewhere over the rainbow“ aus „Der Zauberer von Oz“ oder „II bacio“, den Kusswalzer.

Hans Georgi verband mit seiner Kabarettdarbietung Humor und Musik, brachte die Gäste beim „Einklatschen“ auf Betriebstemperatur und lud schließlich zum mit witzigen Seitenhieben gespickten „Schnellkurs in Sachen Verkaufen mit Heinrich Top“ ein. Da durften die Politiker mal die Politik vergessen, getrost abschalten - und vor allem ablachen. hri