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Schulabschlusskurse
der Volkshochschule halten Bereits
seit einigen Jahren bietet die Volkshochschule Schulabschlusskurse an, zur
Zeit laufen zwei solcher Kurse mit insgesamt 40 Teilnehmern, davon 17 aus
Emsdetten. Bereits jetzt gibt es 20 Interessenten für einen neuen Kurs.
Die Teilnehmer können in den Kursen den Hauptschulabschluss und die
Fachoberschulreife erwerben und damit wichtige Qualifikationen für ihr
Berufsleben. Leider konnten sich die Ausschussmitglieder der SPD und der Grünen aus Emsdetten und Greven nicht durchsetzten... aus der EV vom 22.09.2010 Mit der Bahn zum Büffeln VHS
streicht Schulabschlusskurse in Emsdetten / Alternativen in Rheine und Münster EMSDETTEN. Eine gute schulische Ausbildung ist eine Schlüsselqualifikation
für den Arbeitsmarkt - und somit enorm wichtig. In finanziell
angespannten Zeiten allerdings ist nicht alles Wünschenswerte auch
bezahlbar. So
sah es zumindest die klare Mehrheit in der VHS-Verbandsversammlung - und
strich am Montag die so genannten Schulabschlusskurse aus dem
VHS-Programm. Unumstritten
war dieser Beschluss nicht - Mitglieder der SPD und der Grünen hatten
sich für den Erhalt dieser Kurse stark gemacht. „Das kann für die
Betroffenen ganz problematisch werden“, befürchtet Ruth Zurheide
(SPD, Greven). Weitere Wege, Fahrtkosten - vor allem für Menschen
aus sozial schwächeren Familien sei dies schwierig. „Wer
weiß, ob nicht die sozialen Folgekosten höher sind als die
Ersparnis?“, fragte sich Peter Borggreve (Grüne, Greven). Die
Vermittlungsquote aus diesen VHS-Kursen in eine Arbeitsstelle sei schließlich
sehr gut, für Problemschüler seien die Alternativen oft keine. „Denn
es geht hier vor allem auch um die Schulform.“ „Zwischenphase" Der
Altersdurchschnitt liege bei 22,5 Jahren, unterstützte ihn Emsdettens
SPD-Frau Gaby Brückner. Die VHS-Kurse funktionierten besonders gut,
wenn junge Leute nicht direkt nach der Schule, sondern nach einer
„Zwischenphase“ über die Qualifizierung den Weg in den Job suchten.
„Nach drei Jahren Pause wieder eine normale Schulbank zu drücken, das
fällt vielen hingegen schwer.“ Verbandsvorsteher
Georg Moenikes hatte zuvor erklärt, dass die Interessenten keinesfalls
ins Bodenlose fielen. Erstens würde die derzeit laufenden Kurse wie
geplant beendet. Zweitens soll das Beratungsangebot bei der VHS im
Bereich Schulabschlüsse erweitert werden. Und drittens gebe es in der
Nachbarschaft, in Rheine, Steinfurt oder Münster, die Möglichkeit, die
Abschlüsse zu erwerben. Die
VHS sei gezwungen, Kosten zu sparen, Ressourcen optimal einzusetzen.
„Der zweite Bildungsweg ist nunmal keine Pflichtaufgabe der VHS. Das
ist Sache des Landes“, sagte Moenikes. Derzeit müsste eine
Schulabschluss-Unterrichtsstunde von den drei Kommunen mit über 28 Euro
bezuschusst werden, der Kostendeckungsgrad liege bei nur 65,9 Prozent.,
„Und die Europa-Fördermittel laufen bald aus“, sagte Moenikes. 79000 Euro sparen Die
Perspektive, jährlich 79 000 Euro einzusparen, überzeugte schließlich
die Mehrheit. Es sei immer schwer, ein erfolgreiches Modell
abzuschaffen, meinte Alfred Franke (Emsdettener Liste). Aber es gebe
Alternativen, und die seien zumutbar. Franke: „Im Freizeitbereich
werden solche Entfernungen ja auch hingenommen.“ „Wenn
wir die Finanzlage ernsthaft würdigen wollen, müssen wir da sparen, wo
es geht“, erklärte Gerd Schnellhardt (CDU). Daher stimme er zu -
„wenn auch mit der Faust in der Tasche“. chb
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