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Die
SPD-Fraktion Emsdetten hält
die Abschaffung des Paten- geldes nach wie vor für den richtigen
Weg:
Eine Stadt gestaltet das
gesellschaftliche Leben und stellt die Rahmenbedingungen
dafür bereit. Es werden Straßen gebaut, das kulturelle Leben gefördert,
Vereine unterstützt. Statt Geld zu verschenken, müssen alle Maßnahmen
weiter verbessert werden, die das Leben von Familien fördern und begünstigen,
z.B. durch den Bau und die Unterhaltung
von Kindergärten, die Unterstützung der Schulen oder der Stadtbücherei.
Natürlich
kommen dabei politische Grundüberzeugungen zur Geltung. Für die SPD ist
entscheidend,
dass Väter und Mütter das Leben mit ihren Kindern und ihrem Beruf gut
gestalten können und alle Kinder von Anfang an gute Bildungschancen erhalten.
Hier muss die Stadt für die verlässliche Kinderbetreuung mit allem Drum
und Dran sorgen. Alle Familien, egal für welche Form des Zusammenlebens
sich die Menschen entschieden
haben, alle sollen sicher und gut die Betreuungsmöglichkeiten
nutzen können.
Es ist nicht das Geld von Angela Merkel oder des Bürgermeisters
oder das der Ratsmitglieder,
welches einer Kommune zur Verfügung steht. Ausschließlich das Geld aller
Bürger wird verteilt. Es ist der Stadt treuhänderisch zur Verfügung
gestellt worden. Und deswegen sind wir verpflichtet, damit sparsam
umzugehen. Es zeugt unserer Meinung nicht von Sparsamkeit, Eltern
einkommensunabhängig insgesamt 1.700 € bzw. 3.700 €
(Baukostenzuschuss) zu schenken. Bisher wurden 2,3 Mio € dafür
ausgegeben, es sollen noch 2,9 Mio € hinzukommen. Egal ob
Geringverdienerin oder Unternehmer, egal ob Maurer oder Ärztin, jeder hat
das Geld bekommen. Das ist nicht sparsam, das ist nicht wirtschaftlich.
Dafür wird die SPD nie die Stimme geben.
Unsere Stadt hat 2009 ihr
Eigenkapital um 6 Mio. € abgebaut, Steuereinnahmen sind drastisch
gesunken, nur durch Haushaltsakrobatik ist es gelungen, einen zustimmungsfähigen
Haushalt aufzustellen. Selbst die laufenden Ausgaben kann die Stadt nicht
mehr ohne Kassenkredite finanzieren, d.h. sie muss bereits jetzt ihr Konto
überziehen. Alles, was jetzt zusätzlich ausgegeben wird, wird durch
Kredite finanziert. Wenn also jetzt 2,9 Mio € noch für das Patengeld
angesetzt werden, dann müssen wir über Jahre hinweg die Zinsen dafür
zahlen und die Tilgung in der Zukunft vornehmen. In Wirklichkeit würden
wir uns also das Patengeld bei unseren eigenen Kindern leihen. Ob die
damit einverstanden wären?
Es ist kein Fehler, das Patengeld abzuschaffen, es war ein schwerer sozialpolitischer und finanzieller Fehler für Emsdetten, das Patengeld einzuführen. Wir bleiben bei unserem Wahlversprechen, Kindergärten, Mittagessen und Unterstützungsleistungen für Familien stärker zu fördern. |