|
aus der EV vom 25.01.2010
Standortbestimmung SPD
blickt beim Neujahrsempfang auf ein schwieriges Jahr für die Partei zurück EMSDETTEN ■ Ihren gestrigen Neujahrsempfang im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik nutzte die SPD für eine politische Standortbestimmung. Dabei wurde auch auf das für die Partei schwierige Jahr 2009 zurückgeblickt.
Der
Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Harald Lude begrüßte viele
Genossen, aber auch Vertreter von Parteien, der Stadt, von Vereinen, Verbänden,
Wirtschaft, Gewerkschaften und sozialen Einrichtungen.
Lude vergaß dabei nicht die Würdigung für den verstorbenen
Ehrenvorsitzenden Hans Leißner. Für
den Ortsvereins-Vorsitzenden muss die SPD auch überregional Flagge zeigen
und zudem im Dialog mit Bürgern und anderen Parteien das bestmögliche
Ergebnis zur Bewältigung der anstehenden großen Aufgaben erzielen.
Willy Brandt folgend stellte er den Schutz der Schwachen in der Gesellschaft
in den Mittelpunkt.
Auch
Bürgermeister Georg Moenikes stellte die Bereitschaft heraus, in
Zeiten der finanziellen und wirtschaftlichen Krise gemeinsam und
Parteigrenzen übergreifend die beste Losung für die Bewältigung
der anstehenden Aufgaben zu finden.
MdB
Dr. Angelika Schwall-Düren nutzte ihre Rede zu einer
Standortbestimmung. 2009 war für sie von zahlreichen Schwierigkeiten für
die SPD geprägt. Aber Zukunftsperspektiven nach dem Leitsatz „Gut und
sicher leben“ sollten gerade für die Benachteiligten der Gesellschaft
dringend geschaffen werden. Schwall-Düren: „Wer in Bildung investiert,
setzt Prioritäten - eine Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
braucht das Land, mündige Bürger, die sich nicht mit vermeintlichen
Antworten zufrieden geben,
sondern die Dinge hinterfragen.“
Elisabeth
Veldhues, Mitglied des NRW-Landtags, zeigte in ihrer Rede am Beispiel
der Schul- und Arbeitspolitik
die Umsetzung sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit auf. Glaubwürdigkeit
von Politik müsse wieder eingefordert werden, und bei der Bezahlbarkeit
sollte es nicht um bezahlte Politik gehen. Sie forderte -eine Denkschrift
der katholischen Elternschaft der Diözese Münster zitierend - ein Ende
der Grabenkämpfe. Gemeinsames
Handeln Denn
was das Beste für die Kinder und deren Zukunft ist, darf nicht von den
finanziellen Möglichkeiten
der Eltern abhängig sein. Vor den Problemen darf man nicht die Augen
verschließen aus ideologischem Festhalten an überalterten Systemen. Der
Neujahrsempfang war insgesamt geprägt vom oft geäußerten Willen zum
gemeinsamen Handeln.
Einen schönen musikalischen Rahmen bildete der Chor „Poco curioso“ unter Leiter Karl-Heinz Keller.
Im
Anschluss erlebten die Gäste mit „Storno“ eine kabarettistische
Jahresabrechnung der Spitzenklasse. ■ Axel Engels |