Bleibt die kommunale Sozialpolitik auf der Strecke?  

Die Sozialpolitik ist und bleibt ein Schwerpunkt sozialdemokratischer Politik. Dies gilt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

„Emsdetten wird nicht in der Lage sein, die Folgen von Armut in der Gemeinde alleine zu bewältigen. Aber wir werden trotz der schwierigen Haushaltslage alle Möglichkeiten aus­schöpfen und zur Teilhabe und Stärkung des sozialen Zusammenhalts beitragen“, machte Wolfgang Prinz während der Haushaltsberatungen deutlich.

Hierzu hat die SPD die Errichtung des Sozialkaufhauses vorangetrieben. Mit dem neuen Sozialkaufhaus am Spatzenweg werde ein wichtiger Meilenstein gesetzt. Dieses Haus trägt, auch wenn ein Sozialkaufhaus auf den zweiten Blick wenig mit „sozial“ zu tun hat, dazu bei, die Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten für sozial benachteiligte Bür­ge­rin­nen und Bürger dieser Stadt zu verbessern. Ein Ziel der SPD ist es auch, dass betroffene Bürger kostenlos mit dem Bürgerbus das Sozialkaufhaus erreichen können. Hierzu hat die Fraktion einen entsprechenden Antrag an den Rat gestellt.  

Eine ebenso bedeutungsvolle Rolle kommt der Einrichtung der Schuldnerberatungsstelle in Stroetmanns Fabrik zu. Die SPD betrachtet die im  Haushalt veranschlagten 61.400 € als eine der sinnvollsten Investitionen. Menschen dieser Stadt, die aus den unter­schied­lichs­ten Gründen in eine finanzielle Notsituation geraten sind, werden durch die ge­schul­ten Mitarbeiter in Stroetmanns Fabrik in dieser Krisensituation unterstützt. Die Wichtigkeit der Schuldnerberatungsstelle erkennt man daran, dass seit Bestehen mehr als 50 Beratungsfälle bearbeitet und den betroffenen Menschen professionelle Hilfe zuteil wurde. Die SPD wird sich für das Fortbestehen dieser wichtigen Einrichtung auch über das Jahr 2012 hinaus abgeben.  

Als dritten Schwerpunkt, so Wolfgang Prinz weiter, wird sich die SPD für mehr sozial­ver­sicherungspflichtige Arbeitsplätze einsetzen. Prekäre Arbeitsverhältnisse und Lohn­dump­ing muss mit allen politischen Mitteln bekämpft werden. Nur wenn die Bürge­rin­nen und Bürger Emsdettens ihren Lebensunterhalt mit der von Ihnen geleisteten Arbeit bestreiten können, werden wir wieder mehr soziale Gerechtigkeit bekommen.