Landrat sollte einmal Größe zeigen

Helmut Laumann: "Zur Westumgehung"

Also doch. Was sich schon vor Monaten anbahnte, soll nun Wirklichkeit werden. Landrat Thomas Kubendorff (CDU) streicht die Westum­gehung. Da wird ein über Jahrzehnte mit irrsinnig viel finanziellem Aufwand not­wendiges Projekt aus Kos­tengründen gestrichen.
Natürlich muss der Gürtel enger geschnallt werden. Aber dann bitte schön an Bauvorhaben, deren Not­wendigkeit in keiner Weise gerecht­fertigt war und ist. Sei es die Autobahnzufahrt zum FMO oder die auch noch immer auf der Prio­ri­tä­tenliste des Landrats oben stehende Stra­ßen­baumaß­nahme Anbin­dung der Fachhochschule in Burg­steinfurt an die B 54 - ein Lieblings­projekt von Land­rat Kubendorff. Aber nicht diese Straße wird benötigt, sondern eine Westumge­hung zur Entlastung der seit Jahrzehnten ver­trös­teten, belasteten und frustrierten Anwohner von Reckenfelder Straße, Lerchenfeld, Tau­benstraße, Grevener Damm etc.

Statt seine Lobbyisten zu be­dienen, sollte der Landrat sich lieber für die K 53n ein­setzen und dafür Sorge tra­gen, dass die Anwohner sich in ihrem Wohn- und Lebens­bereich sicherer und gebor­gener fühlen, was zurzeit unmöglich ist. Die jahrzehn­telange Planung der West­umgehung muss endlich verwirklicht werden. Auch wenn es ihm körperlich schwer fällt, hier sollte der Landrat Kubendorff einmal Größe zeigen und seine Ent­schei­dung revidieren.