aus der EV vom 19. Jan. 2009

Volles Haus: Beim SPD-Neujahrsempfangwurde es gestern Morgen im Bürgersaal fast knapp mit den Sitzplätzen.

Wahlkampf mit Kaffee und Kabarett
Neujahrsempfang der SPD Emsdetten

EMSDETTEN Beifallsrufe, Applaus, ste­hen­de Ova­tio­nen: Die SPD hat gestern sich, vor allem aber Bür­germeister-Kan­di­da­tin Ma­rita Haude gefeiert. Der Neujahrs­emp­fang der Sozi­al­demokraten hat sich zu einem der größten dieser Art im Kreis Stein­furt ge­mau­sert - im Bürgersaal wurden die Stühle knapp.

Da wollte keiner fehlen. Harald Lude konnte nicht nur SPD-MdB Reinhold Hemker und die SPD-Land­ratskan­dida­tin Elisabeth Veldhues (MdL) begrüßen, auch Vertreter der ande­ren Parteien, der Banken, der Kultur- und Sport­vereine schauten gerne vorbei. Das, stellte Orts­vereins-Vorsit­zender Lude zufrieden fest, unterstreiche, dass die SPD nicht nur eine politische Kraft sei, sondern auch im gesellschaftlichen Leben in Emsdetten eine Rolle spiele.

Im Mittelpunkt des lau­ni­gen Vormittags - „Spirit of Louis Armstrong Trio“ lo­ckerte die Ge­sprä­che mit feinem Jazz auf - stand aber Marita Haude, soeben auch offiziell und eindrucksvoll einstimmig von der Basis als Bürger­meis­ter-Kandidatin bestätigt. Sie widmete sich den kom­mu­nal­politischen Schwer­punkt­themen: In­ves­ti­tionen in die Bildung, Ems­detten ein noch sozialeres Gesicht geben, mehr Chan­cengleichheit - zum Beispiel durch kostenfreie Kindergar­tenplätze oder ein kosten­freies Schulessen für sozial Schwache. Ihre Rede ließ aber auch Raum für weltpo­litische Statements: Die Aus­einandersetzungen im Gaza-Streifen müssten aufhören. Auch dafür gab's App­laus, viel Applaus.

Abrechnung

Den räumten auch Harald Funke, Jochen Rüther und Thomas Philipzen alias „Storno" ab. Kein Wunder: Ihre kabarettistische Ab­rechnung mit der Finanzkri­se oder dem Bildungsdeba­kel knüpfte nahtlos an die Wahlkampfreden an. chb