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Georg Moenikes überreichte Günter
Tubbesing die Verdienstmedaille der Stadt.
Foto: Beutgen
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Sowohl
bei der Gestaltung der guten Stube der Stadt hat Tubbesing ein
gewichtiges Wort mitgeredet als auch in den vielen Debatten, die
hier stattfanden: Seit 35 Jahren arbeitet er im Stadtrat als Bürger
für Bürger. In diese Zeit fielen neben der Neugestaltung der
Innenstadt auch der Bau des Rathauses.
„Ich weiß nicht, ob ich immer richtig abgestimmt habe“, gab er
in seiner launigen Dankesrede zu bedenken, „immer wenn ich hier in
den Aufzug steige, habe ich da so meine Bedenken.“ Der klappert
ihm zu viel. Vielleicht hätte man damals mehr auf Qualität als auf
den Preis achten sollen, merkte er selbstkritisch an.
Mut zum offenen Wort
„Qualität und Zuverlässigkeit“ waren indes die am häufigsten
zitierten Eigenschaften von Günter Tubbesing – sowohl in den Begrüßungsworten
von Bürgermeister Georg Moenikes als auch in der Laudatio von Dr.
Thomas Kock. Der SPD-Fraktionsvorsitzende lobte an seinem
Parteifreund vor allem den Mut zum offenen – wenn auch nicht immer
„formvollendet diplomatischen“ – Wort:
Aufrecht und streitbar in bester demokratischer Tradition habe sich
Tubbesing für die Belange der Bürger eingesetzt und dabei ein
hohes Maß an Worttreue und Biss gezeigt. Dass Dr. Kock mit dieser
Meinung nicht allein steht, zeigt das einstimmige Votum des Rates,
Tubbesing zum Abschluss seiner kommunalpolitischen Laufbahn mit der
Ver- dienstmedaille auszuzeichnen.
Gute Kenntnisse
Als vorbildlich bezeichnete Moenikes die Orts- und
Situationskenntnisse des gelernten Textilfacharbeiters, der sich im
Laufe seines Berufslebens zum Betriebsleiter hoch- gearbeitet hat.
Tubbesings Fähigkeit, immer etwas genauer hinzuschauen und kritisch
Stellung zu beziehen, kamen vor allem der Stadtentwicklung zu Gute:
Richtungsweisende Entscheidungen der 70er und 80er Jahre brachte
Tubbesing mit auf den Weg, und er scheute als Mitglied und
Vorsitzender diverser Bau- und Planungs- ausschüsse nie die
Verantwortung. „Ich will diese Zeit nicht missen“, unterstrich
der Geehrte und bedankte sich vor allem bei seiner Frau Agnes, dass
sie ihm den Freiraum ermöglichte, ein wichtiges Kapitel der
Stadtgeschichte mitzugestalten. Das fand mit seinem Eintrag ins
Goldene Buch der Stadt Emsdetten einen würdigen Schlusspunkt.
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