Im
vom Rat beschlossenen Freiflächenkonzept der Stadt Emsdetten wird vom
Gutachter deutlich bemängelt, dass die von der Stadt immer wieder
proklamierte Familien- und Jugendfreundlichkeit im Bereich der Freianlagen
für Kinder und Jugendliche nicht zu
erkennen ist. Die SPD möchte daher
einen Spielflächenbedarfsplan aufstellen lassen, der für alle Bereiche
der Stadt untersucht, wo es einen Nachbesserungsbedarf gibt.
Edith
Breitzmann betonte, es gebe in Emsdetten nur 0,8 qm Spielbereiche
pro
Einwohner.
Die Richtgröße hierfür betrage aber 2 qm. Viele Spielplätze und Geräte
seien mittlerweile auch hoffnungslos überaltert, das gelte insbesondere für
die Rutschen. „Was wir brauchen, sind Themenspielplätze und –geräte“,
fasste Gundula Grommé zusammen; auch sollten die Möglichkeiten von Wald
oder Wasser stärker genutzt werden. Für den Spielflächenbedarfsplan
sollen die Kompetenzen von Jugendlichen und Kindern herangezogen werden,
auch sollen Schulen, Kleingärten und Vereine beteiligt werden.
„In
Emsdetten gibt es erhebliche Versorgungslücken mit wohnortnahen Grünflächen“,
monierte Günter Tubbesing. Nach Auffassung der SPD sollen hier den Eigentümern
von Gemeindebedarfsflächen Anreize und Unterstützung gegeben werden, um
diese Flächen auch tatsächlich der Allgemeinheit zur Verfügung zu
stellen. Die SPD verweist in diesem Zusammenhang als Beispiel auf den
Kirchhof von St. Marien.
Nach
dem Beispiel der Stadt Hiddenhausen soll die Stadt
auch ein Programm
„Jung kauft Alt“ auflegen. Ziel des Programms ist die Unterstützung
beim Erwerb von Altbausubstanz durch junge Familien durch die Verwaltung.
Das Programm soll die Bemühungen ergänzen, den Außenbereich von
Emsdetten zu schonen und für nachfolgende Generationen zu erhalten und
nicht zu verbauen. „Die Weiternutzung bestehender Strukturen ist von
allgemeinem wirtschaftlichem sowie ökologischen Interesse“, fasste
Elmar Schumacher zusammen.
Einsetzen
möchte sich die SPD auch, dass in Emsdetten mehr Alleen entstehen. Hierzu
soll die Stadt das „100-Alleen-Programm“ des Landes stärker nutzen
als dies bisher vorgesehen sei.