aus der EV vom 13.12.2008
„Sie kann es, sie will es
, sie wird es!"

Marita Haude will Bürgermeisterin werden

EMSDETTEN Die SPD- Spitze weiß: „Mit ihr schaf- fen wir‘s!“ Wer sie ist? Das Geheimnis wurde gestern gelüftet: Marita Haude ist die Bürgermeisterkandida- tin, die 2009 gegen Bür- germeister Moenikes antre- ten wird.

Und sie präsentierte sich am Nachmittag im Hotel Klop- penborg selbstbewusst: „Die Mehrheit der CDU wird ge- brochen!“- ob bei den Wah- len im Juni oder September. Das werde das Bundesver­ fassungsgericht entschei- den. Wann sie sich bessere Chancen ausrechne?: „Ach, da bin ich leidenschaftslos, was meine eigenen Person betrifft. Aber der Herbst wäre der bessere Termin. “

Leidenschaftslos sind ihre Genossen auf keinen Fall, wenn sie sich zu dieser Kan- didatin bekennen: „Sie kann es, sie will es und sie wird es“, ist sich der SPD-Frak- tionsvorsitzende Dr. Thomas Kock sicher, der stolz ist, mit so einer kompetenten Fachfrau antreten zu dürfen, „die auch noch aus Emsdetten kommt“, wie Parteivorsitzender Harald Lude anmerkt, der mit Blick auf das Bürgervotum sagt: „Das wird eine ganz enge Kiste.“

Und Sabine Böcker-Münning bringt den ganzen Optimismus als stellvertretende Vorsit- zende ihrer Partei auf den Punkt: „Wir waren noch nie so hoffnungsvoll!“, sagt eine SPD- Frau, die selbst lange Zeit bei den Bürgern als mögliche Kandidatin gehandelt worden war. Also musste es unbedingte eine Frau sein. Marita Haude lächelt: „Es ist mit Sicher- heit kein Hindernis und der Frauenquote kann es nur gut tun.“

Als Frau allein unter Männern - damit kennt sich die Mutter von zwei erwachsenen Söh- nen aus. Die haben es ihrer Mutter - sie ist als Fußballfan Mitglied bei Borussia Emsdet- ten - vorgemacht: Das Duo gewann das JU-Volleyballturnier. Eine gute Vorlage, was auch für das große Idol der SPD-Spitzenkandidatin gilt: Es ist Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Aber Marita Haude lenkt sofort wieder auf ihr Feld, die lokale Politik: „Wer bei der offenen Ganztagsschule Sorge hat, die würde die ländliche Familienstruktur gefähr- den, der kennt nicht die Realität.“ Kinder müssten betreut werden, um gleiche Chancen zu haben. „Jeder muss ein Mittagessen in der Schule bekommen. Kindergartenplätze sollten kos­tenlos sein. Wir müssen die freien Bildungschancen sichern." Das sind die The­men, bei denen Haude Zu­hause ist: Bei der Jugend-, Familien- und Sozialpolitik grenzt sie sich leidenschaftlich von der Konkurrenz ab: „Wenn es um die Benachteiligten dieser Gesellschaft geht, da setzen wir ganz andere Schwerpunkte als die CDU.“ Ralf Schacke

Marita Haude will es schaffen: „Ich bin hier in Emsdetten geboren, und es wäre selbstverständlich das Größte für mich, Bürgermeisterin dieser Stadt zu sein.“

Ihre Vita:

  • Geboren vor 52 Jahren in Emsdetten als 2. Kind in einer Familie von 4 Kindern

  • Katholisch, praktizierende Christin, der Glaube als Grundlage des eigenen Denkens und Handelns, auch in der politischen Arbeit  

  • Studium der Sozialpädagogik mit Abschluss 1977, Diplomsozialpädagogin  

  • Umfassende berufliche Erfahrungen mit leitender Tätigkeit,
    fast 30 Jahre Verwaltungserfahrung in leitender Position,
    Erfahrungen und Kompetenzen in der Personalführung und Personalentwicklung durch Personalverantwortung u.a. als stellvertretende Dienststellenleiterin im Landschaftsverband Westfalen Lippe,
    federführende Mitwirkung in Pilotprojekten wie Landesjugendamt 2000 und Neues Steuerungsmodell,
    Leitung des Referates Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im Diözesancaritasverband Münster mit mehr als 20 Mitarbeiter/innen,
    hier u.a. verantwortlich beteiligt an der Gestaltung und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe,
    entscheidend beteiligt an den Verhandlungen auch auf der Landesebene z.B. Kinderbildungsgesetz, offene Ganztagsschule

  • Seit fast 25 Jahren Mitglied in der SPD  

  • seit 1995 aktiv in der Kommunalpolitik, zunächst als sachkundige Bürgerin und als Mitglied im Kreistag, seit 2004 im Emsdettener Rat, stellvertretende Fraktionsvorsitzende  

  • Schwerpunkt Jugend -, Familien- und Sozialpolitik

  • Mutter von zwei erwachsenen Söhnen

  • Fußballfan, Mitglied bei Borussia Emsdetten, war dort im Jugendvorstand stellv. Vorsitzende und ist weiterhin ehrenamtlich tätig