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aus der EV vom 18.03.2008 Rolli-Fahrer
müssen Hintereingang benutzen SPD
kritisiert Situation am Bahnhof
„Ein
Rollstuhlfahrer kann nur durch die hintere Tür, also von den Gleisanlagen
aus, in das Gebäude gelangen“, fasste Ratsherr
Günter Tubbesing, zusammen. Nur hier findet der Rollstuhlfahrer eine
automatische Schiebetür vor. Am Haupteingang
sei es so, dass zwar eine Rampe zur Tür hinaufführt, diese Tür sich
allerdings für Rollstuhlfahrer nicht öffnen lasse. „Der
Rollstuhlfahrer steht dann am Ende der Rampe vor einem Schild, das ihn auf
die hintere Tür verweist“, so Tubbesing. Bei der Anlage der Tür am
Vordereingang das Geld für einen entsprechenden Druckknopf einzusparen,
sei schlicht ein Skandal. „Die CDU spart hier auf Kosten von
Behinderten“, so Harald Lude, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Hier würden ganz selbstverständliche Standards von der CDU nicht eingehalten. Die SPD erwartet, dass die Christdemokraten in dieser Frage noch umdenken, und es zu einer Lösung kommt. Die Stufen zum Haupteingang des Bahnhofs sind nicht das Problem, denn Rollstuhlfahrer können sie auf einer Rampe umfaren. Die Eingangstür lasse sich allerdings für Rollstuhlfahrer nicht öffnen, teilt die SPD mit. EV-Foto Böhm Dazu schreibt Christian Kohlmann Behindertenbeauftragter der SPD-Fraktion und stellvertretender Vorsitzender der Emsdettener SPD: Wer ist verantwortlich? Zu
„Rolli-Fahrer müssen Hintereingang benutzen" (EV vom 18. März
2008):
Na
immer noch besser als jetzt, denn zurzeit ist es Rollstuhlfahrern gar
nicht möglich ohne Hilfe in das Bahnhofsgebäude zu kommen. Da frage
ich: Wer ist denn dafür verantwortlich? Fast zwei Millionen Euro
verplant und verbaut und nun müssen laut Verwaltung 44000 Euro
nachgeschoben und neue Türen eingebaut werden. Das aber scheint der CDU
zu viel des Guten zu sein und sie meint, es reiche doch wenn wir nur die
Hintertür behindertengerecht umbauen. Nicht einmal der Kompromiss,
die Türen nach und nach umzurüsten, konnte mit der christdemokratischen
Mehrheit im Ausschuss geschlossen werden. Warum
haben wir soviel Geld für eine vor dem Bahnhof errichtete Rampe ausgegeben?
Ach, übrigens: Auch in die im Bahnhof befindliche Gaststätte und das
Zeitungsgeschäft wird kein Gehbehinderter ohne Hilfe kommen können. Sind
das die Emsdettener 'modernen Zeiten' oder ist es ein Schildbürgerstreich
der CDU - gegen alle gehbehinderten Menschen? Ich appelliere an die Vernunft der Ratskollegen im Rat, diesen Irrsinn zu beenden und zu einem tragfähigen Kompromiss im Sinne der Bürger zu kommen." |