aus der EV vom 28.Jan.2008

Mehr Aufmerksamkeit verdient  

Neujahrsempfang der SPD / Aufruf zu politischem Engagement

Emsdetten Passend geschmückt war der Bürgersaal in Stroetmanns Fabrik am Sonntag: Rote Tischsets, rote Blumen, rote Fähnchen - alles in der Farbe der SPD. Der Ortsverein der Sozialdemokraten hatte gestern zum Neujahrsempfang geladen. Politik und Kultur wurden dabei gekonnt vermischt. Beiträge von Abgeordneten sowie das „Dieter-Michel-Art-Quartett" standen gleichermaßen auf dem Programm und sorgten für Abwechslung.

Der Vorsitzende des SPD Ortsvereins, Harald Lude freute sich über die zahlreichen Gäste und hob das Glas: „Alles Gute für das Jahr 2008", wünschte er, bevor er die Mitarbeit der SPD im Stadtgeschehen herausstrich: Sei es beim Bahnhof, der Innenstadterneuerung oder auch den vielen neuen Kreisverkehren - überall sei die SPD beteiligt.

Bürgermeister Georg Moenikes lobte in einem Grußwort die gute Zusammenarbeit, „die im letzten Jahr zu guten Ergebnissen für alle Bürger geführt hat". Er machte außerdem darauf aufmerksam, dass der Lokalpolitik mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse: „Wir werden unsere Stimme deutlich artikulieren", betont er.

Dr. Reinhold Hemker, Mitglied des Bundestags, setzte einen anderen Akzent mit seinem Vortrag: „Ich will erst einmal aufräumen mit dem Klischee, dass soziales Engagement rückläufig ist - im Gegenteil", verdeutlicht er. Dennoch rief er dazu auf, sich politisch zu engagieren.

Elisabeth Veldhues, Mitglied des Landtags NRW, griff ein Thema auf, das auch die anderen Redner angesprochen hatten: die WestLB. Sie forderte wie ihre Vorredner eine Diskussionen um die Landesbank und nicht einfach nur Bereinigung der Schieflage mit einer Finanzspritze. Elisabeth Veldhues brachte es auf den Punkt, und erhielt hierfür viel Beifall: „Es stinkt uns!"

Einen Gastvortrag hielt Professor Dr. Robert Tschiedel, Leiter des Transferzentrums für angepasste Technologien, TAT Rheine. Sein Referat thematisierte den Klimawandel, genauer die Fragen, was ihn verursacht hat und was man gegen ihn tun kann. Für das erste kulturelle Highlight sorgte das „Dieter-Michel-Art-Quartett". Musik und Kunst vermischten sich zu einer Einheit: Zu dem „Free Jazz", wie es Dieter Michel bezeichnete, malte Künstlerin Chantal Böringschulte ein passendes Fantasie-Naturbild.

Den krönenden Abschluss des Empfangs bildete der Bauchredner Master Me, im wahren Leben Michael Schürkamp. Mit einer gewaltigen Prise bitterbösen Humors und gekonntem Wortwitz bescherte er dem Publikum einige Lacher. Der 88-jährige Otto war der älteste Redner auf der Bühne, Elvira im Strandkleidchen konnte es einfach nicht lassen mit Harald Lude, oder auch „der scharfe Harry" genannt, zu flirten. vos
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