SPD hält Ausbau der Schuldnerberatung für notwendig  

Aber Verfahren, ein Skandal!

Hocherfreut ist die SPD-Fraktion, dass in Emsdetten die Schuldner­be­ra­tung erheblich ausgebaut wird. Dies war von der SPD mehrfach beantragt und angestoßen worden. „Eine solche Einrichtung ist leider unbedingt notwendig. Auch in Emsdetten ist mittlerweile fast jeder zehnte Haushalt überschuldet und aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage, den Schul­den­berg abzutragen“, fasste Christian Kohlmann zusammen. Dies führe, wenn man hier nicht versuche gegenzusteuern und Hilfsangebote zu machen, unwei­gerlich dazu, dass immer mehr Haushalte von öffentlichen Hilfeleistungen abhängig werden. „Bei diesen Menschen ist der Aufschwung einfach nicht angekommen“, erklärte dazu Marita Haude.

Grundsätzlich einverstanden ist die SPD auch, dass die Schuldnerberatung in Stroetmanns Fabrik durchgeführt und vom Trägerverein des Sozio-Kulturellen Zentrums organisiert wird. „Der Skandal ist das Verfahren“, stellte hierzu Dr. Thomas Kock fest. Neben Stroetmanns Fabrik haben sich auch der Caritas-Verband und die Diakonie um die Trägerschaft bemüht. Beiden Trägern wollten weder die CDU noch die Verwaltung auch nur die Möglichkeit geben, ihre Konzepte in den politischen Ausschüssen vorzustellen. „So kann man mit solchen bewährten Trägern nicht umgehen“, so Kock. Die kirchlichen Träger seien hier aus völlig unverständlichen Gründen herabgestuft worden. In Emsdetten sei es bisher bei vielen Trägerschaften üblich gewesen, dass die Bewerber ihre Ideen vorstellen konnten. „Warum das hier von CDU und Verwaltung auf Biegen und Brechen verhindert wurde, bleibt ein Geheimnis.“