Podiumsdiskussion Kindswohlgefährdung

K.-H. Stevermüer

M. Haude Dr. Th. Kock M. Münning  E. Schumacher

Gut 90 Besucher konnte der SPD-Vorsitzende Harald Lude bei der Veranstaltung der Sozialdemokraten zum Thema Kindswohlgefährdung begrüßen. Besonders aus den Vereinen und Verbänden hatte sich ein interes­sier­tes Fachpublikum eingefunden, um darüber zu disku­tie­ren, mit welchen Maßnahmen in Emsdetten Fälle wie die des in Bremen tot aufgefundenen kleinen Kevin verhindert werden können.

Karl Heinz Stevermüer stellte dazu das Vorgehen des Jugendamtes vor. Er machte deutlich, dass bei einer akuten Gefährdung der Kinder nach wie vor eine Heimerziehung die richtige Maßnahme darstelle. Er erläuterte aber auch die vielen Maßnahmen der Stadt, die hier bereits im Vorfeld ergriffen werden, um eine Heimunterbringung zu verhindern. Insbesondere das neue Frühwarnsystem wurde dabei von ihm hervorgehoben.

Marita Haude und Matthias Münning betonten die besondere Verant­wor­tung auch der Kindergärten und Schulen. Für Marita Haude ist es notwendig, dass die Stadt hier weiter in die Strukturen investiert und die Ganztagsplätze als Angebot weiter ausgebaut werden. Dieses sei auch gerade bei problematischen Familiensituationen eine große Hilfe. Gerade die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendamt sei in der letzten Zeit weiter verstärkt worden.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Elmar Schumacher an die Landtags­ab­ge­ordnete Elisabeth Veldhues weiter reichte, war die Erhöhung der Elternbeiträge in den Kindergärten. Dies sei der völlig falsche Weg. Für Marita Haude muss die Vision darin bestehen, auf die Dauer Kinder­gar­tenplätze völlig gebührenfrei anbieten zu können.