Marita Haude

Dr. Thomas Kock

Das eine tun und das andere lassen

Es ist uns etwas rätselhaft, wie Thomas Huesmann auf die Idee kommen kann, die SPD hätte zwei sich widersprechende Auffassungen zu den Öffnungszeiten der Kindergärten.

Wir haben nur zwei Dinge betont, die beide für uns völlig selbstver­ständlich sind:

1. Die SPD setzt sich seit Jahren für flexible und bedarfgerechte Öffnungszeiten der Kindergärten ein und wird dies auch weiter tun. Dass die CDU dies inzwischen zumindest zum Teil auch tut, ist nur zu begrüßen.

Die Öffnungszeiten müssen unserer Meinung nach sich den immer flexibler werdenden Arbeitszeiten anpassen. Das heißt natürlich nicht, dass alle Einrichtungen früher öffnen und alle Einrichtungen später schließen sollten. Aber die verschiedenen Kindergärten sollten hier unserer Meinung nach ein unterschiedliches Angebot vorhalten.

2. Die SPD wird sich aber nicht dafür einsetzen, dass die Verwaltung Aufgaben übernimmt, die – so die gesetzliche Regelung – von ihr nicht wahrgenommen werden müssen, wie die Bedarfsumfragen der Kinder­gärten. Dies ist die gesetzliche Aufgabe der einzelnen Einrichtungen. Diese Aufgabe sollte das Jugendamt schon deswegen nicht wahr­nehmen, da dringend andere Probleme im Jugendamt bearbeitet werden müssen.

Es ist daher folgerichtig, die Frage der Öffnungszeiten zur Beratung in eine dafür vorgesehene – und von der Politik einhellig gewählte - Arbeitsgruppe zu verweisen.

Es gilt das Angebot für Eltern und Kinder in Emsdetten zu verbessern, und das können wir nur dann erreichen, wenn sich die betroffenen Ein­richtungen, die Verwaltung und die Politik gemeinsam dafür einsetzen. Das ist das Ziel der SPD. Über die Köpfe der in den Einrichtungen arbeitenden Erzieher/innen hinweg sollte hier nicht geplant werden.