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Kürzungen
für die Jugend vergessen
SPD-Ratsfraktion kritisiert
Landesregierung
Emsdetten ■
„Die Kürzungen im Jugendhaushalt durch die Landesregierung sind völlig
unzumutbar“, ist sich die SPD-Fraktion einig. Auch für Emsdetten gebe
es durch diesen
Beschluss der CDU/FDP-Landesregierung „erhebliche Mindereinnahmen“,
heißt es in einem Pressetext der SPD-Ratsfraktion.
210000 € für die Stadt
Mit einem Defizit allein von etwa 210 000 Euro rechnet die Stadt Emsdetten
aufgrund der Kürzungen von Landesmitteln im Bereich der
Tageseinrichtungen für Kinder. Diese Kürzung
passe genauso wenig wie die Reduzierung der Mittel für die offene Kinder-
und Jugendarbeit zur Ankündigung von Ministerpräsident Jürgen
Rüttgers, Nordrhein-Westfalen
zum familienfreundlichsten
Bundesland zu machen“, kritisieren die Sozialdemokraten.
„Hier
werden Kosten auf die Kommunen übertragen, die in den städtischen
Haushalten nicht eingeplant sind, aber zur Absicherung dieser wichtigen
Aufgaben für Kinder und Jugendliche von den Kommunen übernommen werden
müssen“, resümiert Ratsherr Gerd Endemann.
Weitere Belastungen sind nach Meinung der SPD-Ratsfraktion durch den
Ausstieg des Landes aus dem Defizitausgleich für die Elternbeiträge für
den Besuch von Tageseinrichtungen
schon eingetreten
und auch zukünftig zu erwarten. Schon jetzt zeige sich, dass die von der
Landesregierung
vorgesehenen 19 Prozent Elternbeitragsaufkommen auch in Emsdetten nicht
erreicht werden könnten und mit Mindererträgen von 60000 Euro zu rechnen
sei.
Einheitliche
Beiträge
Die kommunalen und freien Spitzenverbände hätten das Land aufgefordert,
so die So-zialdemokraten, zur früheren Praxis von landeseinheitlichen
Elternbeiträgen und einem Defizitausgleich zurückzukehren. Welche
weiteren Kosten durch das geplante Kinderbildungsgesetz
(Kibiz) auf die Kommunen zukommen, könne noch nicht einmal kalkuliert
werden, so Ratsfrau Marita Haude. Der Kreis Steinfurt gehe in ersten
Berechnungen
von Summen im sechsstelligen Bereich aus. |