Keine große Koalition

„Es gibt in Emsdetten keine große Koalition zwischen SPD und CDU“, reagierte Harald Lude auf die Kritik von zu vielen Gemeinsamkeiten im Stadtrat zwischen den beiden gro­ßen Parteien.

Richtig sei, dass die SPD sich für die Erneuerung der Innenstadt und für den Bahn­hof ausgesprochen habe. Beide Großprojekte seien schließlich über Jahre hin von der SPD gefordert und wie die Neugestaltung des Bahnhofs überhaupt erst von der SPD ange­stoßen worden. „Daher ist es erfreulich, dass hier SPD und CDU zusammenarbeiten, um gemeinsam Emsdetten voranzubringen“, fasste der SPD-Vorsitzende zusammen.

Deutliche Unterschiede gibt es allerdings in anderen Bereichen:

So gehen die Auffassungen, wie es mit den Emsdettener Schulen weiter­gehen soll, er­heb­lich auseinander. „Wir müssen dringend ein akzeptables Konzept erarbeiten, wie die Stadt auf die sinkenden Schü­ler­zahlen reagieren soll“, meinte dazu Lothar Slon. Notwendig ist der Ausbau des Gymnasiums zur Ganztagsschule und nach Auffassung der SPD die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Schulformen. „Die Gemein­schafts­schule muss bald kommen“, sind sich die Sozial­demo­kraten einig. Es sei nicht richtig, dass viele Emsdettener sich für Schulen im Umland entscheiden müssten, weil sie die von ihnen favorisierte Schulform in Emsdetten nicht vorfänden.

Ein anderes Thema ist der Bereich der Sozialpolitik. „In Emsdetten muss sich auch der Rat stärker auf Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen ausrichten“, stellte Christian Kohlmann fest. Hier ist die SPD bisher häufig an den Ratsmehrheiten ge­schei­tert. Für Kohlmann werden auch die Interessen Behinderter in Emsdetten zu wenig berücksichtigt.

Ein dritter Bereich ist der Umweltschutz. Die SPD möchte hier in den nächs­ten Monaten verstärkt Initiativen in den Rat einbringen.