Gut vorbereitet für die
Aufgaben eines Familienzentrums

Mit viel Interesse hat die SPD-Fraktion den Kindergarten am Hemberger Damm besichtigt, der in Kürze zum ersten Familienzentrum in Emsdetten werden wird. Die Leiterin der Tageseinrichtung für Kinder, Frau Petra Meier, erläuterte den Besuchern die Rahmen­be­dingungen und stellte das pädagogische Konzept vor. Insbesondere die Ganz­tags­betreuung sowie die Betreuung der Kinder mit Migrationshintergrund interes­sierte die SPD Fraktionsmitglieder und wie Gerd Endemann, Ratsmitglied und Vorsit­zen­der des Jugendhilfeausschusses feststellte, werden diese Aufgaben im Kindergarten St. Marien bedarfsgerecht und mit hoher fachlicher Kompe­tenz wahrge­nommen. Viele von den Aufgaben, die ein Familienzentrum übernehmen soll, wie eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, werden im katholischen Kindergarten St. Marien bereits jetzt vorbildlich umge­setzt. Ein weiterer wichtiger Punkt des Gespräches war das geplante neue Kinderbil­dungs­gesetz (KiBiz). Hier sind die Auswirkungen des neuen Finan­zierungssystems noch nicht genau erkennbar, auf jeden Fall ist eine finan­zielle Mehrbelastung der Eltern und der Kommu­nen zu befürchten. „Alles in allem haben diese vorgesehenen Veränderungen mit der von Ministerpräsident Rüttgers vollmundig angekündigten Absicht, NRW zum kin­der- und fa­mi­li­enfreundlichsten Bun­desland zu machen gar nichts zu tun“, fasste Marita Haude eine erste Bewertung des vorliegenden Gesetzentwurfes zusammen.

Ärgerlich sei auch, dass die Landesregierung jetzt offensichtlich auch beim Ausbau der Ganztagsschulen weiter kürzen wolle. Mit bis zu 50% Kür­zungen sei hier zu rechnen. „Man muss nicht nur über eine bessere Betreuung reden, sondern auch handeln und auch das Geld bereitstellen“, meinte dazu Harald Lude.