Der Solidarität verpflichtet

SPD ehrte Mitglieder für langjährige Parteitreue und ihr Engagement

Zahlreiche Mitglieder ehrten der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Harald Lude (Mitte), die Landtags­abgeordnete Elisabeth Veldhues (3.v.l.) und der Bundestagsab­ge­ordnete Reinhold Hemker (rechts) in der Mitgliederversammlung; der DGB-Landesvorsitzende Guntram Schneider (4.v.r)

EMSDETTEN • „Es kommt nicht alle Tage vor, dass wir eine Genossin ehren können, die 1947 in die Partei eingetreten ist.“ Die Feierlichkeit des Augen­blicks war dem langjähri­gen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Harald Lude deut­lich anzumerken, als er Margarete Jodeit im Rah­men der Mitgliederver­sammlung für ihre 60-jähri­ge Parteizugehörigkeit dan­ken konnte.

Der Dank und die Ehrungen an langjährige Weggefährten in Partei und Vorstand stan­den neben der Rede des Überraschungsgastes Gun­tram Schneider im Mittel­punkt der mehr als zweiein­halbstündigen Versamm­lung im Gasthof Pötter.

Neben Margarete Jodeit dankte Harald Lude zunächst Bärbel Rudat, Helmut Lau­mann und Christoph Schmitz für ihre aktive Mitarbeit im SPD-Ortsvereinsvorstand, aus dem sie zwischenzeitlich ausgeschieden sind.

Anschließend wurden Wil­fried Sander für 40jährige sowie Gerd Berger, Fritz Den­ner, Elisabeth Nießing und Rudi Rottwinkel vom Bun­destags­abgeordneten Rein­hold Hemker und der Land­tagsab­ge­ordneten Eli­sa­beth Veldhues für 25-jährige Treue zur SPD geehrt.

In seiner Rede ging der DGB-Landesvorsitzende Guntram Schneider darauf ein, welchen Herausforde­rungen sich die SPD in Zu­kunft stel­len müsse. Ausführ­lich bezog er Stellung zu den Themen Rente, Aus­bil­dung, Unternehmenssteuerreform und dem wirtschaftlichen Auf­schwung. Mit Hinweis auf die erstarkenden rechts­radikalen Ten­den­zen in der Gesellschaft verwies Schnei­der auf die lange demo­krati­sche Tradition der SPD.

Angesichts zunehmender Armut in unserem Land sei es jetzt besonders wichtig, die Chancen des neuen Parteiprogrammes zu nutzen und das Augenmerk noch stärker auf den Aspekt der so­zialen Gerechtigkeit zu len­ken. „Wir können stolz sein auf unsere Partei. Die sozial­demo­krati­sche Tradition ist für uns auch eine Verpflich­tung. Sagt den Menschen, dass Solidarität und Gerech­tigkeit auch weiterhin die wichtigsten Ziele unseres po­litischen Handelns sind,“ ap­pellierte Schneider abschlie­ßend an die etwa 50 Sozialde­mokraten, die zur Jahresver­sammlung ge­kom­men waren.