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SPD lehnt Emsdettener Familiengeld ab
Familien auch in
Emsdetten in den Mittelpunkt der Politik zu stellen, das ist nach
Auffassung der SPD richtig und zukunftsweisend. „Seit Jahren haben wir
Anträge in den Rat eingebracht, wie unsere Stadt kinderfreundlicher
werden kann“, fasste Gerd Endemann die Diskussion zusammen.
Das jetzt von der CDU
vorgelegte Familiengeld sei allerdings der völlig falsche Weg, betonen
die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung. „Hier wird Bargeld
unabhängig vom Einkommen der Betroffenen ausgezahlt, statt in familienfreundliche Strukturen zu investieren“, so Marita Haude. Statt
verstärkt in Kindergärten, in die Übermittagsbetreuung, in
Ganztagsschulen und auch in Deutschkurse für ausländische Kinder zu
investieren, werde gerade auch solchen Eltern Geld geschenkt, die dieses
gar nicht benötigten.
„Die Eltern wollen Betreuungs- und
Bildungsangebote für ihre Kinder“, so Harald Lude. Eine Summe von 300
oder 400 Euro in bar alle drei Jahre helfe da nicht weiter. Gleichzeitig sei noch
nicht einmal sicher, ob auch Empfänger von Sozialleistungen diese
Summen überhaupt ausgezahlt bekommen könnten.
Ein weiteres Argument
der SPD gegen das Familiengeld ist die Finanzsituation der Stadt. „Zur
Zeit haben wir einen zumindest strukturell ausgeglichenen Haushalt. Das
heißt, die Stadt zahlt zwar keine Schulden zurück, plant aber für das
kommende Jahr auch keine neuen Schulden“, so Dr. Thomas Kock. Jeder
Euro, der für das Familiengeld ausgegeben werde, müsse durch Schulden
finanziert werden. „Das Ganze ist unsolide geplant und zutiefst
ungerecht“, meinte der Fraktionsvorsitzende abschließend. |