|
SPD lehnt den städtischen
Haushalt für 2007 ab
„Ein
Stück aus dem Tollhaus“, so bezeichnete Dr. Thomas
Kock die Haushaltsberatungen der Stadt in diesem Jahr. „Selten habe ich den
Bürgermeister
so fahrig und unsicher erlebt“, fasste Kock die Diskussionen im Hauptausschuss zusammen. Offensichtlich sei weder der Bürgermeister
noch die CDU in der Lage eine überzeugende Finanzierung für ihr so
genanntes Familiengeld vorzulegen.
„Wie
das Ganze funktionieren soll, ist schon rechtlich mehr als nur fragwürdig,
die Finanzierung ist noch völlig ungewiss“, so Marita Haude. Die
einzige Antwort des Bürgermeisters sei, man werde in den nächsten
Jahren mehr Geld einnehmen, und dies schon jetzt ausgeben.
Zwar stehen im
Haushalt auch Projekte, die gerade von den Sozialdemokraten maßgeblich
vorangetrieben worden seien, so der Ausbau des Bahnhofs und die
Umgestaltung der Innenstadt. Aber wie die Sozialdemokraten immer betont
haben, seien diese Investitionen nur zu rechtfertigen, wenn der Haushalt
nicht in soziale Schieflage gerate.
„Der
Haushalt ist aber sozial völlig ungerecht“, so Harald Lude. Soziale
Anliegen, wie sie von den Sozialdemokraten formuliert worden waren, hätten
keine Mehrheit gefunden. „Statt in das Familiengeld hätte man in die
Kinderbetreuung investieren sollen“, meinte Sabine Böcker-Münning.
Das von den Sozialdemokraten vorgelegte Programm setze auf mehr
Ganztagsplätze in den Kindergärten und Schulen.
Mit Unverständnis
reagierten die Sozialdemokraten auch auf die Erhöhungen der Gebühren
und der Elternbeiträge für Kindergärten. „Der in den Emsdettener
Unternehmen erarbeitete Gewinn ermöglicht für die Stadt solide
Finanzen“, so Dr. Kock. Die CDU sei zur Zeit dabei, dieses für
Emsdetten so wichtige Plus zu verspielen. |