SPD will weitere Windenergieanlagen zulassen

Die SPD möchte es in Emsdetten ermöglichen, weitere Windenergieanlage zu errichten. Bisher dürfen solche Anlagen nur im Veltruper Feld errichtet werden. Dieses ist allerdings mittlerweile ausgelastet.

„Wir brauchen allerdings klare Kriterien, wann solche Anlagen gebaut werden dürfen", fasste Gerd Endemann die Diskussion zusammen. Dazu gehöre, dass die Anlage eine Höhe von 35 Metern nicht überschreiten darf, dass sie im Wesentlichen Strom für den eigenen Bedarf produziert und dass nachbarschaftliche Interessen maßgebliche Berücksichtigung finden.

Wenn diese Kriterien erfüllt sind, kann es nach Meinung der SPD auch keine Gefahr geben, dass es in Emsdetten zu einer „Verspargelung der Landschaft" kommt.

Für Ahlintel würde dies beispielsweise bedeuten, dass ein solches geplantes Windrad nicht in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Gehöften gebaut werden darf. Möglich sei der Bau allerdings, wenn der Antragsteller Abstandsgrenzen einhalte. „Windkraftanlagen dürfen unser Stadtbild nicht prägen, sie müssen eine Ausnahme bleiben", meinte Dr. Thomas Kock.

Des Weiteren beschäftigte sich die Fraktion mit dem Wunsch der WG Ems, also der früheren Wohnungsbaugenossenschaft, in Emsdetten ein Projekt „Betreutes Wohnen" zu errichten. Zu Gast war hierzu Michael Rabe, der Geschäftsführer der WG Ems. Er stellte die Konzeption für das „Haus Leineweber" vor. Hier sollen in einer ehemaligen Villa am Bahnhof zwanzig Wohnungen entstehen. In Kooperation mit dem St. Josef-Stift wird eine Betreuung und Pflege angeboten. Diese Konzeption fand bei der SPD einhellige Zustimmung. „Es handelt sich hier um eine wesentliche Wohnform der Zukunft", so SPD-Vorsitzender Harald Lude.