SPD
fordert mehr Transparenz bei den Gaspreisen
Es
gelte, so die Sozialdemokraten, hier stärker die Öffentlichkeit mit
einzubeziehen. Hanne von Schledorn erklärte dazu: „Die Verbraucher
stehen der Preispolitik der Gasversorger relativ hilflos gegenüber. Hier
ist es notwendig, der Bürger- schaft umfassende Informationen zur Verfügung
zu stellen.“ Eine „Preispolitik hinter ge- schlossenen Türen“
erwecke den Eindruck, dass die Stadtwerke hier etwas zu verheim- lichen hätten.
Immerhin
haben bereits fünf Bürgermeister im Kreis Steinfurt, die von Altenberge,
Nord- walde, Saerbeck, Laer und Horstmar ihren Bürgern geraten,
Widerspruch gegen die aktu- elle Preiserhöhung einzulegen. Das ganze
Problem könne daher auch in Emsdetten nicht nur durch Aussitzen gelöst
werden. „Der Rat muss hier seiner Verantwortung gerecht werden, schließlich
gehören die Stadtwerke zu 100% der Stadt Emsdetten“, so der Frak-
tionsvorsitzende Dr. Thomas Kock.
Die
Begründung der regelmäßig stattfindenden Erhöhungen der Gaspreise (um
27,8 Pro- zent in den vergangenen zehn Monaten) mit der so genannten „Ölpreisbindung“
wird von vielen Experten angezweifelt. Der Präsident des
Bundeskartellamtes, Ulf Böge, hat im Juli in seinem Tätigkeitsbericht
die Ölpreisbindung der Gaspreise als „überholt“ bezeichnet, da nicht
alle Gasimportverträge diese Koppelung beinhalten. Auch der Vorsitzende
des Bun- des der Energieverbraucher, Dr. Aribert Peters, hält es für möglich,
dass in den Gasprei- sen bundesweit noch „16 Prozent Luft“ drin sind.
Die
SPD-Fraktion wird in Kürze eine Fraktionssitzung bei den Stadtwerken
abhalten, um die Probleme mit der Geschäftsführung zu diskutieren.
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