Beklemmend und spannend

Sozialdemokraten aus Emsdetten erlebten
vier ereignisreiche Tage in Berlin.

EMSDETTEN - Ein ganzer Bus voll Emsdettener Genossen besuchte gerade Berlin. Vier Tage lang durften sie die Hauptstadt hautnah erle­ben, schnupperten Atmo­sphäre am Regierungssitz und besuchten Ausstellun­gen, die nachdenklich stimmten.

Noch etwas müde, aber gut gelaunt und erwartungsfroh starteten die Frauen und Män- ner der SPD vom hiesigen Ortsverein im voll besetzten Bus am Mittwochmorgen um 6 Uhr in Richtung Berlin - ei­nem Programm entgegen, das es in sich hatte.

Organisiert durch den Bun­destagsabgeordneten Rein­hold Hemker in Abstimmung mit dem Presse- und Informa­tionsamt der Bundesregierung erlebte die Gruppe zwischen ausgiebigen, an geschichtli­chen und politischen Ge­sichtspunkten orientierten Stadt- rundfahrten ein High­light nach dem anderen.

Beim Besuch des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung gerieten die inter- essierten Zuhörer durch einen sehr informativen Medienvortrag mit anschließen­der Diskussion doch ins rech­te Staunen über die äußerst vielfältigen Aufgaben und Tä­tig- keitsbereiche dieser Behör­de mit ihren Referaten.

Ebenfalls auf dem Programm stand der Besuch der Bundes­zentrale für politische Bil­ dung, wo der Gruppe an­schaulich dargestellt wurde, wie diese Behörde ihre Aufga­be in die Praxis umsetzt: In der Bevölkerung das Ver­ständnis für politische Sachverhalte zu fördern, demokra­tisches Bewusstsein zu festi­gen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stär­ken.

Andere Höhepunkte dieser Info-Fahrt waren der Besuch des Willi-Brandt-Hauses - zur- zeit die Wahlkampfzentrale der SPD - und die Besichtigung des Reichstagsgebäudes mit seiner imposanten Glaskup­pel.

Daneben gab es Führun­gen, die betroffen und nach­denklich machten, so durch die Open-Air Ausstellung der „Topographie des Terrors“ und die Führung durch das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“. Beide Orte verschafften den Besuchern einen be- klemmenden Ein­druck von dem entsetzlichen Schrecken der Naziherrschaft und von dem unvorstellbaren Ausmaß des Leids der über sechs Millionen ermordeten Juden.

Nach einem gemeinsamen Essen hatten dann die Genos­sen die Gelegenheit, den Abend frei zu gestalten. Eini­ge verbrachten ihn daheim in der gemütlichen Bar des Ho­tels „Intercity“, andere erkun­deten die nähere oder weitere Umgebung in der Hauptstadt mit ihren vielfältigen Angebo­ten.

Als der Bus am Samstagabend in den heimatlichen Hafen zu­rückgekehrt war, stand den Insassen eine leichte Müdig­keit ins Gesicht geschrieben, aber alle standen unter dem Eindruck einer wirklich ge­lungenen, lohnenswerten, in-formations- und erlebnisrei­chen Fahrt.