aus der EV. vom 21.06.00

68 Kinder gemeldet:

Warteliste aus Sicht der SPD zu lang

Emdetten (ras) - Die SPD-Fraktion will eine Warteliste mit 68 Kindern nicht hinnehmen. Die Eltern der Kids wünschen sich allesamt einen neu Kindergartenplatz (die EV berichtete ausführlich).

Wie Jugendamtsleiter Karl-Heinz Stevermüer während der jüngsten Jugendhilfeausschuss-Sitzung betont hatte, würden sie auch einen Platz bekommen, wenn sie ihren Rechtsanspruch anmelden würden. Aber genau das machen die Eltern nicht.

Für Claudia Rademacker, von der SPD ist, das teilweise nachvollziehbar, „denn die Kinder, müssten dann zu irgend einem Kindergarten, verbunden wäre das unter anderem mit langen Anfahrwegen, da werden die Eltern lieber warten bis ein Platz in ihrem Stadtteil frei wird". Das will die SPD in keinem Fall, wie sie jetzt mit einem Antrag verdeutlicht. Da 37 der 68 Wartelisten-Kinder aus dem Stadtteil Berge kommen, soll hier auch eine Kindergartengruppe mit einer Stärke von 25 Jungen und Mädchen eingerichtet werden. „Solange es erforderlich ist," machte Rademacker deutlich und ergänzte, dass die Verwaltung durchaus geeignete Räume für dies Gruppe. finden könne. „In der Arche zum Beispiel" , schlug Gerd Endemann, SPD-Ratsherr und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, vor.

"Ich könnte mir eine Anmietung anderer Räume vorstellen", ergänzte Rademacker, die keinen Zweifel daran hat „dass es langfristig an Kindergartenplätzen fehlen fehlen wird, weil immer mehr Dreijährige angemeldet werden."

Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Thomas Kock schloss sich am Montag während eines Pressegesprächs im Hotel Kloppenborg dieser Meinung an, "zumal Emsdetten immer weiter expandieren wird. Das bleibt so", erinnerte er an die Entwicklung des Baugebietes in Westum.

Gerd Endemann freute sich bereits auf die von Stevermüer und Pfarrer Lutum prognostizierten Zeiten des Überangebots an Kindergarten-Plätzen, „weil wir dann endlich über Hortplätze nachdenken können".