4. Emsdettener Gespräch am 12. 8. 1998 um 19:00Das Gespräch findet wie üblich im Lichthof von Stroetmanns Fabrik statt. Emsdetten ist eine schöne Stadt und muß es bleiben. Die Konkurrenz der Städte und Gemeinden um uns herum schläft nicht. Deshalb muß behutsam, aber auch mit Nachdruck weiterentwickelt werden, was sich als überholt oder unzureichend erweist. Bereits 1997 hat die Einzelhandelsstrukturuntersuchung von Junkers und Krause verschiedene Schwachstellen in der Innenstadtgestaltung und in der überregionalen Darstellung der Stadt Emsdetten ermittelt. Das Einzelhandelsstrukturgutachten hat als wichtigste Schwachpunkte
Seitdem ist der öffentliche Diskussionsprozess zwar weitergeführt worden, aber nicht entscheidend, d.h. inhaltlich, vorangekommen. Die Diskussion tritt auf der Stelle. Das ist bedauerlich. Obwohl damit die wichtigsten Problembereiche für alle sichtbar, klar und eindeutig auf dem Tisch liegen, wurde daraus auch bisher kein Handlungsansatz entwickelt, sondern erneut wurden die Bürgerinnen und Bürger befragt. Neue Erkenntnisse sind dabei bisher nicht zu tage gefördert worden. Eigentlich ist dabei nur herausgekommen, was man ohnehin schon wußte, z.B. die Probleme des Marktes. Deshalb wollen wir mit dem 4. Emsdettener Gespräch einen entscheidenden Anstoß geben und aufzeigen, welche Wege beschritten werden müssen, um zu Ergebnissen zu kommen. Dabei möchten wir nicht im eigenen Saft schmoren, sondern haben externen erfahrenen Sachverstand eingeworben. Das 4. Emsdettener Gespräch soll vor allem aufzeigen, wie konkrete Lösungen in den genannten Bereichen Innenstadtgestaltung und Stadtmarketing gemeinsam mit den Betroffenen, Einzelhandel und Bürgerinnen und Bürger einerseits und Verwaltung andererseits erfolgreich und ergebnisorientiert entwickelt werden können. Die Betroffenen sind die ewigen Diskussionen satt. Sie wollen einen Diskussions- und Beteiligungsprozess, der zügig in konkrete von allen mit getragene Entscheidungen mündet. Das ist auch unser Ziel. Chance und Instrument dazu ist ein Stadtmarketingprozess. Auf dem Podium des 4. Emsdettener Gesprächs wird Herr Paul Werning, Vorsitzender der Einzelhandelsgemeinschaft besonders sachkundig die Probleme im Bereich Innenstadtgestaltung, Stadtmarketing und Einzelhandelsentwicklung schildern. Daran anschließend wird Herr Hans-Joachim Hamerla vom Büro für Stadtplanung, Dortmund, aus praktischen Erfahrungen in anderen Städten darstellen, wie ein Stadtmarketingprozess organisiert werden kann, zu dem selbstverständlich auch Maßnahmen zur Innenstadtgestaltung gehören. Als Stufen eines solchen Prozesses empfiehlt er z. B. eine Leitbilddiskussion - wo wollen wir hin? - und dessen Konkretisierung in Form von Maßnahmen der Innenstadtgestaltung und des Stadtmarketings. Die Realisierung folgt dem Motto: Einfaches, Preiswertes und Schnelles zuerst, damit Erfolge sichtbar werden und die Motivation der Beteiligten erhalten bleibt. Dr. Wilm Schulte, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Mitte e.V. wird aus der Sicht des Verbandes auf der Basis seiner umfangreichen Erfahrungen darstellen, welche Voraussetzungen und welches Verhalten der Akteure zum Erfolg des Stadtmarketing führt, z.B. alle - Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur - müssen an dem einen Strang "Standort Emsdetten" ziehen. Realistische Ziele müssen gesetzt werden; Absprachen über Aufgabenverteilung, Kompetenzen und Finanzierung erfolgen. Eine solche Stadtmarketingstrategie wird im Land NW im Rahmen des Handlungsprogramms "Vitale Stadt" des Städtebauministeriums von Frau Ministerin Ilse Brusis gefördert. Für diese Initiative hat sie den Standortpreis "Lebendige Innenstadt" erhalten. Im Rahmen des Handlungsprogramms "Vitale Stadt" stehen jährlich 200 Mio. DM zur Verfügung. Von diesem Programm soll auch Emsdetten profitieren. Die SPD-Fraktion wird nach der Wahl unverzüglich einen entsprechenden Antrag in den Rat einbringen Vertreter aller Parteien, die betroffenen Einzelhändler und die Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen. |