Presseberichte Sep. - Dez. 98


"Ich bin zu Hause"

„Gemeinsam werden wir es schaffen" EV 7.9.98

SPD nominiert Dr. Recker einstimmig

„Was soll uns jetzt noch aufhalten, liebe Genossen?"

Im Sog des Bundes-Wechsels

Dr. Engelbert Recker (SPD) über seine Kandidatur für den hauptamtlichen Bürgermeisterposten

Dr. Recker verteilt erste Wahlpräsente

Wahlkampf eröffnet:

Doppelkopf

Spenden übergeben


"Ich bin zu Hause"

Engelbert Recker ist einziger Kandidaten-Kandidat

Von Markus Brügge, Sept. 1998

Emsdetten. Ist er`s oder ist er`s nicht? Diese Frage war seit einigen Wochen unbeantwortet. Zu lange, müssen sich die anderen Kandidaten auf die SPD-Bürgermeisterkandidatur gedacht haben; denn bei der Ortsversammlung am Samstag konnte der Vorsitzende Harald Lude mitteilen: Engelbert Recker ist der einzige Kandidat der SPD!

Noch vor drei Wochen, als Recker die Presse zu seiner Silberhochzeit einlud und sich in einem Fax als „designierter Bürgermeisterkandidat" vorstellte, hatte Lude heftig dementiert, daß der gebürtige Emsdettener der einzige Bewerber sei: Man habe weitere fähige Kandidaten, Männer wie Frauen, die zur Verfügung stünden. Und noch auf der Einladung zur Ortsversammlung war zu lesen: „Daß Engelbert Recker sich vorstellt, bedeutet jedoch nicht, daß er schon nominiert ist."Alles vergessen, alles vorbei: „Die anderen möglichen Bewerber haben eingesehen, daß Engelbert die größten Chancen haben wird", so Lude. Wer da bereit stand, daß wollte er allerdings nicht verraten – nur, daß es „hochqualifizierte Leute" seien, ließ Lude sich entlocken.Nominiert ist Recker damit zwar (noch) nicht, doch: Alternativen bei der Wahl des SPD-Ortsparteitags am 17. Oktober gibt es jetzt keine mehr -–und die Emsdettener Sozialdemokraten werden sicher nicht ihren einzigen Läufer aus dem Rennen schmeißen, bevor es überhaupt begonnen hat.Ganz sicher schien sich der Kandidat aber nicht zu sein, denn als er sich den Mitgliedern vorstellte(„keine große politische Rede, nur ein Kennenlernen"), betrieb er vorsichtshalber doch schon kräftigen Wahlkampf führte eigene Person: „Ich bin zu Hause", meinte er mit Verweis auf den „lebendigen Ortsverein" und die „tolle Atmosphäre". Gar nicht toll wollte Recker hingegen die bisherige Politik der Stadt finden: Mängel in der Wirtschaftsförderung, Fehler bei der Stadtentwicklung und Ausweisung von zu wenigen Gewerbegebieten warf er der CDU vor.Fachkunde auf der einen Seite, Volksnahe auf der anderen- Engelbert Recker war am Samstag deutlich bemüht, sich als „einer von euch" zu zeigen, Sympathien zu gewinnen: „Ich bin ein ganz normaler Mensch", meinte er, als er seinen Werdegang erzählte. Das wollte er wohl auch mit dem westfälischen Akzent verdeutlichen, den er dann plötzlich anschlug – schließlich ist er „kein Verwaltungshengst" , wie er kurz zuvor gesagt hatte. Also: Nicht nur von „endogenen Wirtschaftskreisläufen" geredet, sondern auch davon, wie schön die alte, neue Heimat ist.

Die „50 plus X" , die Harald Lude dem Bundestagsabgeordneten Reinhold Hemker zu Beginn der Versammlung in Emsdetten versprochen hatte, mochten zwar selbst die gestandenen Sozialdemokraten im Saal Beckwermert Recker nicht abkaufen, aber der letzte Satz des Kandidaten ging beinahe im Applaus unter: „Wenn wir das gemeinsam anpacken, dann wird der nächste Bürgermeister ein SPD Bürgermeister sein."

 

Kandidat Dr. Engelbert Recker stellte sich den Mitgliedern der SPD am Samstag vor

"Gemeinsam werden wir es schaffen" EV 7.9.98

Emsdetten (jod) – „Ich werde mit richtiger Power loslegen, wenn ich auf dem Nominierungsparteitag am 17. Oktober Erfolg habe. „Gemeinsam werden wir es schaffen." Dr. Engelbert Recker gab sich während der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins am Samstag siegesmutig, zuversichtlich und sehr optimistisch. Er motivierte die Sozialdemokraten im Saal der Gaststätte Beckwermert zu einer erfolgversprechenden Zusammenarbeit.

„Ihr müßt mich einer Prüfung unterziehen", so der mögliche Spitzenkandidat der SPD für das erste hauptamtliche Bürgermeisteramt in Emsdetten. Er sei kein „Verwaltungshengst", sondern ein „Mann des Volkes". „Meine fachliche Kompetenz muß geprüft werden" , forderte der gebürtige Emsdettener seine Zuhörer auf. „Wir müssen politische Angebote und Inhalte gemeinsam erarbeiten. Alle müssen dies mit tragen. Dann haben wir beste Voraussetzungen, die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr zu gewinnen".

Die Entscheidung läge nunmehr bei den SPD-Mitgliedern, ob sie ihn als Kandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen schicken wollten. Den ersten Schritt in diese Richtung taten die drei anderen im Gespräch gewesenen Kandidaten, darunter zwei Frauen und ein Mann, so Harald Lude. Die drei sprangen aus eigenem Antrieb vom Kandidaten Karussell ab, da Dr. Recker die größten Chancen hätte.

Für Emsdetten und damit gegen seine jetzige Heimat Siegburg entschied sich Recker, da „ich hier zu Hause bin". „Hier kenne ich die Leute und die Sprache. Emsdetten ist einfach zu schön, um die Kandidatur nicht anzunehmen", so Recker weiter.

Selbstverständlich nahm er auch zur Bundestagswahl in wenigen Wochen Stellung. Dabei prognostizierte er – wie schon MdB Reinhold Hemker vor ihm – einen deutlichen Wahlsieg der Sozialdemokraten.

Hemker sprach vor Recker über die Tradition und Zukunft der Sozialdemokratie. Dabei zeigte er auch Ziele in den Bereichen Arbeit, Innovation und Gerechtigkeit auf.

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung standen außerdem Jubilarehrungen, die Harald Lude gemeinsam mit Hemker übernahm. Für 25jährige Mitgliedschaft in der SPD wurden Karl Brüggemann, Karl Hemesath, Bruno Kohsow sowie Horst Taape und Klemens Bröring geehrt. Stolze 40 Jahre gehören Hans-Dieter Hugo, Jochen Jenders und Rainer Verhoeven der SPD an.

 

56 Genossen dafür / Lediglich zwei Mitglieder enthielten sich bei der Abstimmung

SPD nominiert Dr. Recker einstimmig

EV 19.10.98

Emsdetten (ero) – Dr. Engelbert Recker ist SPD-Bürgermeisterkandidat. 56 Sozialdemokraten stimmten am Samstag für ihn, zwei enthielten sich der Stimme. „Ihr habt mir eine Last aufgelegt, doch unter der Last kann man auch wachsen", so der nun offizielle Spitzenkandidat, der davon überzeugt ist, nach der Wahl am 12.September 1999 auf dem Chefsessel im Rathaus zu sitzen. „Ihr vertraut mir. Die Emsdettener vertrauen Euch. Gemeinsam werden wir gewinnen", so Dr. Recker, der gestern seinen 50. Geburtstag feierte.

Den Schwung des Wahlsieges bei der Bundestagswahl wollen die Emsdettener Sozialdemokraten nutzen, um auch im Emsdettener Rathaus die Mehrheit der CDU zu brechen: „Heute beginnt der Wahlkampf", erklärte Parteivorsitzender Harald Lude, der die Genossen aufforderte, wieder so engagiert mitzumachen wie vor der Wahl am 27. September.

Vorstand, Fraktion und alle Parteigruppierungen sind überzeugt, nach der Kommunalwahl die politische Kraft Nummer eins in Emsdetten zu sein. „Überzeugende Persönlichkeiten haben überzeugende Wahlergebnisse", strich Dr. Engelbert Recker heraus, der am Samstag keinen Gegenkandidaten hatte.

Der Referent beim Landeskreistag in Bonn nutzte die Chance, sich und einige künftige Schwerpunkte seiner Arbeit für Emsdetten umfassend vorzustellen. Er möchte Impulse geben für Stadtentwicklung und Städtebau, Initiativen für die Einkaufsstadt Emsdetten starten und sich auch Einbringen in die Gestaltung von Rathausplatz und Bahnhofsbereich. „Das Leben in Emsdetten hat Zukunft", strich der Spitzenkandidat heraus.

Einen weiteren Schwerpunkt sieht er in der Wirtschaftsförderung. In Emsdetten fehlen rund 2700 Arbeitsplätze, rechnete er am Samstag den Sozialdemokraten vor: Im September seien 1321 Personen arbeitslos gewesen. Hinzu rechnen müsse man die 1400 Auspendler.

Ins Leben rufen möchte er eine Ausbildungsinitiative Emsdetten. Man dürfe sich nicht allein auf Ministerpräsident Clement verlassen. „Ich werde persönlich bei den Emsdettener Unternehmen um Ausbildungsplätze werben", kündigte der SPD-Spitzenkandidat an.

Impulse möchte er geben in Sachen Bildung und Ausbildung. Wichtig sei eine gute Ausstattung der Schulen. Dr. Recker kann sich hier sogar ein Sponsoring vorstellen.

Stark will er sich machen, damit Frauen nicht nur nach der Kinderphase einen Arbeitsplatz mit Aufstiegschancen bekommen können. Um das zu erreichen, brauche man ausreichend Plätze für die Kinder in Kindergärten und Kinderhorten sowie eine Betreuung der Kinder von 8 bis 14 Uhr in der Grundschule. Hier will er deutliche Akzente setzen.

Als gebürtiger Emsdettener weiß er um die Bedeutung beispielsweise der Sportvereine, Schützenvereine und der Karnevalsgesellschaft. Tradition und Brauchtum müsse gepflegt werden, so Dr. Recker, der sich darauf freut, „wieder Plattdeutsch reden zu können".

Dr. Recker möchte Bürgermeister für alle Emsdettener werden, über die Parteigrenzen hinweg arbeiten. „Einseitig ausgerichtete CDU-Stadtdirektoren haben wir bis heute genug gehabt", hatte auch Fraktionschef Lothar Slon zur Wende aufgerufen.

 

Was soll uns jetzt noch aufhalten, liebe Genossen?"

SPD wählt Recker mit 96,5 Prozent

E.T. 19.10.98

-mb- Emsdetten. Ginge es im September 1999 darum, wer die meisten Sprichworte aus dem Ärmel schütteln kann – CDU-Kandidat und Stadtdirektor Georg Moenikes könnte schon mal sein Aktenköfferchen packen und sich nach einem neuen Job umsehen. Denn Engelbert Recker, am Samstag nachmittag zum Bürgermeisterkandidaten der SPD gewählt, muß vor seiner Rede wohl im „Großen Schatzkästlein geistiger und weltlicher Weisheiten" nachgeschlagen haben. Deshalb ließe sich Absicht und Stimmung der Emsdettener Sozialdemokraten und ihres neuen Hoffnungsträger auch so zusammenfassen:

Erstens: "Nach der Wahl ist vor der Wahl". Aber Vorsicht, trotz Schröders-Triumphes. „Hochmut kommt vor dem Fall." Anderseits: „Neues Spiel, neues Glück." Warum nicht also große Zuversicht: „Die Früchte sind reif – wir müssen nur zugreifen." Und im Falle des Falles, sprich des Wahlsiegs?

„Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid." Deshalb, liebe Meinungsforscher: „Zukunft braucht man nicht vorherzusagen, Zukunft muß man möglich machen."

Gut, zugegeben: Das zweite Zitat stammt nicht von Recker, sondern von „Mister 50 Prozent" (SPD-Vorsitzender Harald Lude), dem alten und neuen MdB Reinhold Hemker, der den Genossen noch mal erzählte, wie sie die Bundestagswahl gewannen. Der Spruch hätte aber auch gar nicht in das Konzept Engelbert Recker gepaßt, denn sein Motto war vor allen Dingen: Selbstvertrauen zeigen, schafft Selbstvertrauen.

Schließlich ist die „Mission Chefsessel" nicht einfach, will man doch eine mit absoluter Mehrheit regierende CDU schlagen. Also: Stimmung – und zwar positive. Nichts könne sie jetzt noch aufhalten, verwies Recker auf den überzeugenden Sieg Hemkers.

Wie er sich als zukünftiger „Bürgermeister für ale" sieht, skizzierte er in seinem „Katalog der Impuls":

So will er sich speziell der Rathausplatz- und Bahnhofgestaltung widmen, lokale Firmen stärken und- wie NRW-Ministerpräsident Clement – bei den Unternehmen für mehr Ausbildungsplätze werben: „Wir dürfen die junge Generation nicht als Null-Bock-Generation abstempeln, wenn wir ihr keine Gelegenheit geben, das Gegenteil zu beweisen."

Dies Unterstützung will Recker den Jugendlichen auch in den Schulen geben, etwa durch bessere Ausstattung im Computerbereich- allerdings nicht durch die öffentliche Hand finanziert, sondern durch Sponsoren. Und schließlich setzte er auf Bürger- und Volksnähe: Versprach Probleme zwischen Verwaltung und Bürgern zu lösen, lobte die Vereinsstruktur der Stadt – betonte er sei ein „echter

Emsdettener", was er obgleich mit einer kleinen Mundarteinlage unterstrich.

Ob er `99 mit dieser „Stoiber-Strategie" (Holschken und Laptop) Erfolg haben wird? Die Genossen hatte er jedenfalls überzeugt: Mit 96,5 Prozent wählte ihn die Emsdettener SPD zum Kandidaten. Wie hatte Recker zu Beginn seiner Rede noch über Reinhold Hemker gesagt: „Überzeugende Persönlichkeiten bekommen überzeugende Wahlergebnisse."

 

Kommentar E.T. 19.10.1998

Im Sog des Bundes-Wechsels

Die erste Hürde genommen. Im Sog des Wechsels in der Bundesrepublik hat die Emsdettener SPD zum richtigen Zeitpunkt ihren Spitzenkandidaten nominiert. Ein Kandidat, mit dem vor einigen Monaten kaum jemand gerechnet hatte: Verwaltungsfachmann, gebürtiger Emsdettener, als Fraktionschef in seinem Wohnort Siegburg kommunalpolitikerfahren – und gemessen an seinen bisherigen Besuchen in Emsdetten ernsthaft gewillt, den schweren Wahlkampf gegen Lokalmatador Georg Moenikes aufzunehmen.

Auf diese Ernsthaftigkeit werden ihn die Emsdettener in den nächsten Monaten beäugen. Hat er das Zeug, sich als Emsdettener zu verkaufen? Wird er überhaupt Emsdettener Themen finden, die er für sich beanspruchen kann – und die ihn vor allen Dingen von Moenikes unterscheiden? Kaum möglich, darauf klar mit „Ja" zu antworten.

Die CDU bestimmt den Wahlkampf aus einer absoluten Mehrheit heraus und wird die SPD auf kleiner Flamme halten, Moenikes hat als Amtsinhaber im Rathaus im nächsten Jahr bis zur Kommunalwahl noch reichlich Gestaltungsspielraum. Und er wird vom Verwaltungschef-Sessel aus Stimmungen im Wahlvolk viel effektiver und spektakulärer beeinflussen als sein Herausforderer Engelbert Recker.

Nicht zu vergessen: Die CDU bietet trotz eigentlich neuer Stadt-Monospitze mit Georg Moenikes für das Hauptamt und Anneliese Meyer zu Altenschildesche für das Ehrenamt im Rathaus ein starkes und durchaus bewährtes Duo auf. Das ist die höchste Hürde für den neuen SPD-Kandidaten.

Matthias Cieslak.

 

„Es gibt keinen Amtsinhaber-Bonus"

Dr. Engelbert Recker (SPD) über seine Kandidatur für den hauptamtlichen Bürgermeisterposten

Emsdetten. Mit dem am vergangenen Samstag gekürten SPD-Kandidaten für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters. Dr. Engelbert Recker, sprach Et-Redaktionsleiter Achim Giersberg.

ET: Die Emsdettener SPD hat sie mit 96 Prozent der Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten gewählt.

Werden Sie jetzt auch Einfluß auf die Arbeit der SPD Fraktion im Rat nehmen?

Recker: Ich bin sehr dankbar für das große Vertrauen, das darin zum Ausdruck kommt. In die tägliche Kommunalpolitik und die Auseinandersetzungen mit den anderen Parteien und Fraktionen darüber werde ich mich weniger einmischen; das wäre für mich ja schon aus räumlichen Gründen schwierig.

Ich habe auch sehr viel Vertrauen in Fraktionschef Lothar Slon und den Parteivorsitzenden Harald Lude sowie die Ausschußvorsitzenden und Sprecher, die alle gute Arbeit leisten. Auf einer übergeordneten Ebene nehme ich natürlich Einfluß auf Strategie und Programm. Partei, Fraktion und ich werden an einem Strang ziehen, um unseren Zukunftsentwurf für Emsdetten zu entwickeln und zu präsentieren.

ET: Gibt es denn schon eine Art Wahlprogramm von Ihnen?

Recker: Über die großen Themen machen wir uns natürlich schon Gedanken. In den kommenden Monaten werden wir eine Wahlkampfplattform erarbeiten und die Inhalte formulieren.

ET: Was werden die Schwerpunkte sein?

Recker: Es geht um Zukunft für Emsdetten. Wir werden Emsdetten menschlich, sicher und erfolgreich ins 21. Jahrhundert führen. Dabei ist die Stadtentwicklung für mich ein sehr wichtiges Thema ebenso die Wirtschaftsförderung. Als „alter Fahrensmann" bin ich in diesem Bereich ziemlich bewandert.

Die Basis der künftigen städtischen Entwicklung kann und muß verbessert werden. Dazu möchte ich meine intensiven Kontakte zu Land, Bund und Europäischer Kommission nutzen. Dort fallen wichtige Entscheidungen. Davon soll Emsdetten profitieren. Schule und Bildung wird ein weiteres Schwerpunktthema sein. In diesem für die Bürger zentralen Bereich sehe ich noch einigen Gestaltungsspielraum.

ET: Die großen Schulausbau-Projekte sind aber doch alle schon abgeschlossen oder auf den Weg gebracht worden.

Recker: Es geht mir auch um die Ausstattung der Schulen.

Es würde mich sehr wundern , wenn da alles in Ordnung wäre. Die Finanzlage kaum einer Stadt ist so gut, als daß man da aus dem Vollem schöpfen könnte. Ich bin sicher, unsere Initiative für eine bessere Ausstattung der Schulen, in die wir auch Sponsoren einbinden wollen, wird dankbar angenommen werden.

ET: Würden Sie dafür auch die kommunalen Steuern erhöhen?

Recker: Es ist noch viel zu früh, solche Dinge ins Kalkül zu ziehen. Die Mehrheit wird jetzt ihren Haushalt für 1999 vorlegen und meine Fraktion und ich selbst natürlich auch, werden diesen Entwurf gründlich studieren. Was dann im Jahr 2000 sein wird, das kann man heute wirklich noch nicht sagen.

ET: Gibt es auch neue Großprojekte, wie etwa ein Neubau des Hallenbades, die Sie im Wahlkampf zum Thema machen werden?

Recker: Ich habe natürlich schon einige Punkte im Kopf und manches ist auch schon mit Fraktion und Partei andiskutiert worden. Ich krähe aber nicht über Eier, die noch nicht gelegt sind. Die Bürger werden aber rechtzeitig vor der Wahl erfahren, welche wegweisenden Projekte von der SPD und von mir zu erwarten ist.

ET: Sie wohnen nicht in Emsdetten, sind weder im Rat noch in Ausschüssen. Wie wollen Sie da Präsenz zeigen und ihre Vorstellungen dem Bürger nahebringen?

Recker: Über mangelnde Präsenz meinerseits wird sich niemand beklagen müssen. Wie werden „Emsdettener Gespräche" veranstalten, in denen wir uns gemeinsam mit verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Gruppen mit der Situation Emsdettens befassen werden. Dazu werden wir auch kompetente Gäste aus anderen Regionen einladen. In diesem Rahmen werden wir dokumentieren, wo Politik ansetzen kann, um neue Impulse für Emsdetten zu vermitteln. Aus diesen Veranstaltungen werde ich auch Schlüsse für mein persönliches Wahlprogramm ziehen.

ET: Wann wird das erste Gespräch stattfinden?

Recker: Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Recht bald nach Karneval, so die bisherige Planung, wird aber der Startschuß fallen, so daß wir genügend Zeit haben, die Themen zu diskutieren und programmatische Konsequenzen aus den Gesprächen zu ziehen.

ET: Können solche Gespräche ausreichend sein, um die Popularität zu gewinnen, die Ihnen noch fehlt?

Recker: Ich bin populärer als viele andere. Ich bin hier geboren und aufgewachsen; auf dem 800 Jahre alten Hof meiner Eltern in Hagenkamp. Ich kenne meine Emsdettener und meine Emsdetttener kennen mich. Bürgernähe ist wichtig und Bürgernähe habe ich. Niemand wird aber wegen seiner blauen Augen gewählt; die inhaltlichen Konzepte müssen überzeugen. Dafür muß man aber nicht in jeder Kneipe präsent sein. Ich habe eine sehr offene und kommunikative Art; ich habe keinen Dünkel, weiß, woher ich komme und weiß, was ich will. Das wird die Bürgerinnen und Bürger überzeugen.

ET: Gewählt wird nächstes Jahr am 12. September. Ab wann werden Sie täglich in Emsdetten sein?

Recker: Für die heiße Phase, die nach den Sommerferien beginnt, habe ich mir Urlaub genommen und werde ganz für den Wahlkampf in Emsdetten zur Verfügung stehen.

ET: Werden Sie frühzeitig Absprachen mit den Grünen treffen, um von ihnen in einem eventuellen zweiten Wahlkampf unterstützt zu werden?

Recker: Ich möchte Bürgermeister für alle sein. Ich werde deshalb mit allen Menschen und politischen Gruppierungen in Emsdetten sprechen. Wer wann welche Quote erzielt und welche Schlüsse daraus zu ziehen sind, das werden wir nach dem ersten Wahlgang diskutieren. Außerdem: Wer sagt denn, daß es nicht schon im ersten Wahlgang für mich reichen könnte?

ET: Georg Moenikes hat doch einen Amtsinhaber-Bonus, der es Ihnen schwer machen wird.

Recker: Es gibt keinen Amtsinhaber-Bonus, weil es noch keinen hauptamtlichen Bürgermeister gibt. Mein Eindruck ist, daß dieses neue Amt auch nicht die Verlängerung des bisherigen Stadtdirektor-Amtes sein wird. Dazu braucht es andere Qualitäten.

Die zweite Reihe reicht nicht. Außerdem bin ich, nach dem Buchstaben des Kommunalwahlrechts, also rechtsgültig, derzeit der einzige Bewerber für das Amt des Bürgermeisters.

ET: Wäre nicht eine Verjüngung der SPD-Fraktion mitentscheidend für Ihren Erfolg?

Recker: Warten Sie die Entscheidungen ab. Personalfragen diskutiere ich nicht auf dem Marktplatz. Die Entwicklung wird sich den Raum nehmen, den sie braucht und wie werden ganz sicher mit einer Mannschaft antreten, die sich sehen lassen kann. Im übrigen bitte ich jeden mitzutun. Die Zukunft der Stadt kann nicht die Sache einiger weniger sein. Der Bürgermeister für alle braucht alle Bürgerinnen und Bürger.

ET: Was ist eigentliche Ihre persönliche Motivation, für diese Spitzenamt anzutreten?

Recker: Ich liebe meine Heimatstadt und Westfalen. Ein schöneres Amt als das des hauptamtlichen Bürgermeisters gibt es sonst nirgendwo und als ich gebeten wurde, für dieses Amt zu kandidieren, da habe ich dieses reiz- und anspruchsvolle Angebot gerne angenommen.

 

„Wenigstens nicht die rote Laterne"

Dr. Recker verteilt erste Wahlpräsente

E.V. 31.10.98

Emsdetten (std) – Dr. Engelbert Recker – auch er versuchte sich am Freitag an den Doppelkopfkarten. Und weil es mit dem Gewinnen auch so richtig klappen sollte, brachte er seine eigenen Kartenspiele mit. Geschmückt mit seinem Konterfei und dem hübschen Spruch: „Gewinnen mit Dr. Engelbert Recker".

Großzügig verteilte er sie an den zwanzig Tischen. Am eigenen Tisch war sein Blatt natürlich eine Selbstverständlichkeit. Nur das richtige Glück schien an diesen Papieren nicht zu haften. „In der letzten Runde habe ich so schlechte Karten gehabt, das gibt es gar nicht," lachte er dennoch. Während der ersten zwölf Spiele hatte Recker seine beste Phase: Nur zwei Punkte minus bedeuten für einen „Hobby-Spieler" unter all den Profis ein achtbares Ergebnis. Auch in der zweiten Runde war der Einbruch noch nicht da. Neun Punkte minus hieß es nach den zwölf Spielen.

„Bisher kann ich echt zufrieden sein. Meine Karten sind so gut gewesen, da fällt selbst mir das Verlieren schwer." Sprachs, zog ein Los für den Tisch der letzten Runde und bekam schließlich die schlechten Karten. 49 (!) Punkte verlor er in kürzester Zeit. So schlecht war niemand. Platz 79 hieß es am Ende. „Wenigstens halte ich nicht die rote Laterne", gewann Dr. Recker selbst diesem Ergebnis noch etwas Positives ab. 80. Wurde übrigens Rainer Recker.

Dabei hat Dr. Recker in der letzten Runde doch genau das getan, was für Bürgermeisterkandidaten das beste ist: Wahlgeschenke verteilen, über die sich die Menschen richtig freuen. Die 49 Punkte, die er verlor, kamen schließlich seinen drei Mitspielern zugute.

 

Wahlkampf eröffnet:

E.V. 31.10.98

Dr. Engelbert Recker, Kandidat der SPD für das Bürgermeisteramt, stand am Samstag vormittag am Infostand der Partei auf dem Brink im Brennpunkt des Interesses. Viele Bürger nutzten die Chance, den neuen Mann im SPD-Ortsverein kennenzulernen, der die Nummer 1 im Rathaus werden möchte

ET 31.10.98

Doppelkopf

 

Engelbert Recker, SPD-Bürgermeisterkandidat, mischt mit. Dabei setzt er aber nicht alles auf eine Karte: 42 sind’s (zwei Joker mitgezählt), denn schließlich geht’s um Doppelkopf. Daß Kart' und Kanne manchen zum armen Manne machen, wird er auch wissen, und vielleicht spielt er deshalb mit offenen Karten. Gestern wurden sie gekloppt beim Hau-wech-open-Doppelkopftunier – mit Engelbert-Recker-Karrikatur hinten drauf. Die Sieger haben bestimmt gerne mit dem SPD-Mann gewonnen, die Verlierer bauen vielleicht zerknirscht an Kartenhäusern, aber eines eint sie alle, denn: Die Menschen sind unseres Herrgottes Kartenspiel... -lü-

 

EV.7.12.98

Ehepaare Hemker und Recker übergaben Spenden

 

Kock (ASW): „Hoffnung für unsere Freunde in Simbabwe"

Emsdetten – „5000 DM sind ein kleiner Hoffnungsschimmer für unsere Freunde in Simbabwe."

Das sagte Thomas Kock, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft solidarische Welt (ASW), anläßlich einer Spendenübergabe auf dem Nikolausmarkt.

Im Rahmen der Aktion übergaben die Ehepaare Hemker und Recker das Geld, das gedacht ist zur Unterstützung der Arbeit des im südlichen Simbabwe angesiedelten Thembalethu Trustes. Diese Stiftung ist hervorgegangen aus dem langjährigen Aktivitäten und Projekten der ASW und hat zum Ziel, die benachteiligten Regionen auf dem Lande zu fördern und vor allem sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Zu diesem Zweck betreibt die Stiftung zwei Farmen, auf denen inzwischen fast 50 Menschen mit ihren Familien Arbeit und Unterkunft gefunden haben.

Der Zuschuß der ASW soll nun genutzt werden für die Finanzierung von Saatgut, um die kostspielige Vorfinanzierung über Bankkredite zu vermeiden. Weitere Spenden, die ASW noch einzuwerben hofft, sollen den Ankauf eines LKW ermöglichen, mit dem die Farmprodukte auf den Markt der Provinzialhauptstadt Bulawayo transportiert werden können. Zur Zeit wird die Nutzung eines LKW nur durch einen kostspieligen Leasingvertrag gesichert.

Viele Jahre wurden besonders von der Evangelischen Kirchengemeinde in Emsdetten Projekte in Simbabwe unterstützt. Diesmal hat der Kirchenkreis Steinfurt die Förderung nicht zugesagt. Ein Antrag auf finanzielle Unterstützung wurde zwischenzeitlich bei der Landesregierung in Düsseldorf gestellt. „Hier gibt es", so Thomas Kock, „bereits positive Signale". Ende November ist Manfred Belle, Geschäftsführer der ASW , für 3 Wochen nach Simbabwe gegangen, um dort Spenden zu übergeben.

Informationen über die Arbeit der ASW und des Thembalethe Trust können über das Büro in Rheine, Auf dem Thie 7, bezogen werden. Spenden zugunsten der Partnerschaft mit Simbabwe können auf das Konto bei der Volksbank Rheine, Konto-Nr. 79009001, eingezahlt werden. Eine Spendenquittung wird automatisch zugestellt.

 ET 7.12.98

Eine Geldspende von 1250 Mark überreichte das Ehepaar Recker an Martina Rüschenschmidt, Vorsitzende der "Schmetterlinge", dem Trägerverein des Montessori-Kindergartens. Zusammengekommen war das Geld bei der Geburtstagsfeier des SPD-Kandidaten für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters, Dr. Engelbert Recker. Das Geld soll für die Vereinsarbeit verwendet werden.

 

ET 30.12.98

Spendenübergabe: Über eine Spende in Höhe von 1250 Mark darf sich die Gruppe „Behinderte und ihre Freunde St. Marien" freuen. Pastor Otto Goeke, Christel Scheipermeier, Mechthild Recker-Siegmund und Dr. Engelbert Recker und Mechthild Slon nahmen an der Übergabe teil. Das Geld wurde am Sonntag vormittag von den Eheleuten Recker gespendet.

 

EV 3.12.98

Aktion am Samstag für soziales Engagement

SPD sammelt Spenden für die Projekte im Josefstift

Emsdetten – Der SPD-Ortsverein Emsdetten nimmt die beginnende Adventszeit und das bevorstehende Weihnachtsfest zum Anlaß, Spenden für Aktivitäten der Stiftung St. Josefstift zu sammeln.

Damit will die SPD Emsdetten das große Engagement der Stiftung in Emsdetten auf verschiedenen sozialen Gebieten – „Die Brücke", Kastanienhof, Buntstift und Altenwohnheim – würdigen und unterstützen. Ohne bürgerschaftliches Engagement kann ein Gemeinwesen nicht gedeihen, so die SPD.

Dem Vorstand der Stiftung, Dr. Engelbert Fröhlich, hat die SPD um Zustimmung zur Spendenaktion gebeten, die er gerne erteilt hat. Damit ist ein zweckgerichteter und effizienter Einsatz der Mittel gewährleistet. Die eingeworbenen Spenden werden für neue Projekte der Altenarbeit in der Stiftung St. Josefstift verwendet.

Die Spendenaktion findet ihren sichtbaren Ausdruck in dem Tannenbaum, der am Brink aufgestellt und mit Schmuck behängt wird, der die Spendenaktion zugunsten der Stiftung verdeutlicht.

Dort verkauft die SPD Karten, fair gehandelte Waren etc. Außerdem werden Spenden gesammelt. Am Samstag (5.Dezember) um 11 Uhr wird Bürgermeisterkandidat Dr. Engelbert Recker am Tannenbaum und Verkaufsstand anwesend sein, Spenden sammeln und Waren verkaufen.

Wer am Samstag keine Gelegenheit hat, Spenden persönlich zu überbringen, kann das Spendenkonto der Stiftung St. Josefstift mit der Kontonummer 141000 bei der Sparkasse Emsdetten (BLZ 40153768) nutzen.

 

ET 7.12.98

Spenden für den Joseph-Stift sammelte die SPD am Samstag auf dem Nikolaus-Markt. Mit dem Erlös der Tannenbaum-Aktion wollen der Ortsverein und Dr. Engelbert Recker der Altenarbeit in Emsdetten unter die Arme greifen.