Wettbewerb soll Investoren locken
SPD für Bebauung der Frauenstraße/Gläsernes Café für den Marktplatz?
-gir- E m s d e t t e n . Die Emsdettener SPD
beteiligt sich aktiv an der Diskussion zur Innenstadt-Gestaltung. Zwei Vorschläge bringt
sie ein: Für die Bebauung des oberen Teils der Frauenstraße soll ein
Architektenwettbewerb ausgeschrieben, werden, mit dem Ziel, Investoren für eine Bebauung
an dieser Stelle zu gewinnen. Der Bebauungsplan für den Marktplatz soll außerdem
so geändert werden, dass dort ein "mit viel Glas errichtetes Café" zulässig
wird.
Fraktionschef Thomas Kock,
Parteichef Harald Lude sowie Mechthild Frenking und Günter Tubbesing erläuterten
vor der Presse ihre Vorstellungen. Ein Gebäude auf der Frauenstraße (gegenüber Moden
Dreier) sollte so gestaltet werden, dass dort hochwertiger Einzelhandel angesiedelt werden
kann. Die Ausmaße des Hauses sollten so bemessen sein, dass eine Verbindung zum Brink
(breit genug für den Karnevalsumzug) erhalten bleibt. Wesentlicher Teil des Konzeptes ist
der Bau einer Tiefgarage unter der Frauenstraße, die eventuell über die
Rathaus-Tiefgarage erschlossen werden könnte. Denkbar sei, so Kock, dass auch Anlieger
wie das Hotel Kloppenborg sich an einer solchen Tiefgarage beteiligen würden. Nur
ein öffentlicher Wettbewerb (Kosten rund 100.000 Mark) ermögliche es,
unterschiedliche interessierte Investoren anzusprechen, glaubt die SPD. Ein Wettbewerb
gebe der Stadt die Chance, aus unterschiedlichen Vorschlägen auswählen zu können und
die für Emsdetten beste Planung zu verwirklichen. Für den Marktplatz stellt sich die SPD
vor, dort die Voraussetzungen für ein "Gläsernes Café", ähnlich dem Café
Extrablatt in Rheine, zu schaffen. In Verbindung mit einer weiteren Begrünung des Platzes
und der Umgestaltung des Katthagens würde so der jetzige Zustand erheblich verbessert,
ohne dass auf Kirmes oder andere Großveranstaltungen in der Stadt verzichtet werden
müsse. Als kleinere Sofortmaßnahme regt die SPD an, auf dem Marktplatz eine
Litfass-Säule aufzustellen, über die nicht-kommerzielle Anbieter auf ihre
Veranstaltungen hinweisen können. Die SPD, so Kock, verstehe diese Vorschläge
ausdrücklich als einen Diskussionsbeitrag im Rahmen des City-21-Konzeptes. Gleichzeitig
kritisierte er jedoch die bisherigen Veranstaltungen, insbesondere das Werkstattgespräch
zum Bahnhof, als "persönliche Publicity -Veranstaltung" von Bürgermeister
Georg Moenikes. Dort seien Dinge diskutiert worden, die längst schon entschieden seien;
wichtige Gruppen, wie die Investorengruppe für das Schilgen-C-Gelände seien überdies
nicht berücksichtigt worden. Ihn treibe die Sorge um, dass das Bahnhofsprojekt "am
Dilletantismus der Verwaltung" scheitern werde. Seine Partei, so kündigte er an,
werde künftig verstärkt den Kontakt zu den Vereinen und Bürgern suchen. Regelmäßig
wolle man zudem nicht tagesaktuelle Themen aufarbeiten und die SPD-Meinung dazu
vorstellen, "Raus aus der Fraktion und auf die Bürger zugehen," sei die
Strategie, die die SPD als Konsequenz aus der Tatsache ziehe, dass sie nach dem
Wahl-Debakel nur noch über geringen Einfluss im Rat und in den Ausschüssen verfüge.
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