(13.11.99) Das Emsdettener Tageblatt berichtet

Wettbewerb soll Investoren locken
SPD für Bebauung der Frauenstraße/Gläsernes Café für den Marktplatz?

-gir- E m s d e t t e n . Die Emsdettener SPD beteiligt sich aktiv an der Diskussion zur Innenstadt-Gestaltung. Zwei Vorschläge bringt sie ein: Für  die Bebauung des oberen Teils der Frauenstraße soll ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, werden, mit dem Ziel, Investoren für eine Bebauung an dieser Stelle zu gewinnen.  Der Bebauungsplan für den Marktplatz soll außerdem so geändert werden, dass dort ein "mit viel Glas errichtetes Café" zulässig wird.

innenstadt.jpg (48814 Byte)Fraktionschef   Thomas Kock, Parteichef  Harald Lude sowie Mechthild Frenking und Günter Tubbesing erläuterten vor der Presse ihre Vorstellungen. Ein Gebäude auf der Frauenstraße (gegenüber Moden Dreier) sollte so gestaltet werden, dass dort hochwertiger Einzelhandel angesiedelt werden kann. Die Ausmaße des Hauses sollten so bemessen sein, dass eine Verbindung zum Brink (breit genug für den Karnevalsumzug) erhalten bleibt. Wesentlicher Teil des Konzeptes ist der Bau einer Tiefgarage unter der Frauenstraße, die eventuell über die Rathaus-Tiefgarage erschlossen werden könnte. Denkbar sei, so Kock, dass auch Anlieger wie das Hotel Kloppenborg sich an einer solchen Tiefgarage beteiligen würden. Nur ein  öffentlicher Wettbewerb (Kosten rund 100.000 Mark) ermögliche es, unterschiedliche interessierte Investoren anzusprechen, glaubt die SPD. Ein Wettbewerb gebe der Stadt die Chance, aus unterschiedlichen Vorschlägen auswählen zu können und die für Emsdetten beste Planung zu verwirklichen. Für den Marktplatz stellt sich die SPD vor, dort die Voraussetzungen für ein "Gläsernes Café", ähnlich dem Café Extrablatt in Rheine, zu schaffen. In Verbindung mit einer weiteren Begrünung des Platzes und der Umgestaltung des Katthagens würde so der jetzige Zustand erheblich verbessert, ohne dass auf Kirmes oder andere Großveranstaltungen in der Stadt verzichtet werden müsse. Als kleinere Sofortmaßnahme regt die SPD an, auf dem Marktplatz eine Litfass-Säule aufzustellen, über die nicht-kommerzielle Anbieter auf ihre Veranstaltungen hinweisen können. Die SPD, so Kock, verstehe diese Vorschläge ausdrücklich als einen Diskussionsbeitrag im Rahmen des City-21-Konzeptes. Gleichzeitig kritisierte er jedoch die bisherigen Veranstaltungen, insbesondere das Werkstattgespräch zum Bahnhof, als "persönliche Publicity -Veranstaltung" von Bürgermeister Georg Moenikes. Dort seien Dinge diskutiert worden, die längst schon entschieden seien; wichtige Gruppen, wie die Investorengruppe für das Schilgen-C-Gelände seien überdies nicht berücksichtigt worden. Ihn treibe die Sorge um, dass das Bahnhofsprojekt "am Dilletantismus der Verwaltung" scheitern werde. Seine Partei, so kündigte er an, werde künftig verstärkt den Kontakt zu den Vereinen und Bürgern suchen. Regelmäßig wolle man zudem nicht tagesaktuelle Themen aufarbeiten und die SPD-Meinung dazu vorstellen, "Raus aus der Fraktion und auf die Bürger zugehen," sei die Strategie, die die SPD als Konsequenz aus der Tatsache ziehe, dass sie nach dem Wahl-Debakel nur noch über geringen Einfluss im Rat und in den Ausschüssen verfüge.