1. Emsdettener Gespräch

Wir gestalten den Bahnhof

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Im Februar haben die SPD und ihr Bürgermeisterkandidat Dr. Engelbert Recker ihr integriertes städtebauliches Gesamtkonzept zur Modernisierung des Bahnhofs und seines Umfeldes unter dem Titel „Bahnhof 2000"der Presse vorgestellt.

In den am 22. 4. 1999, zum ersten Mal statgefundenden Emsdettener Gesprächen ging es darum, mit den Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern der betroffenen Institutionen und verschiedenen Fachleuten die verkehrs- und städtebaulichen Ziele, Probleme und Möglichkeiten der Bahnhofsentwicklung in Emsdetten zu diskutieren. 

 

Unserer Einladung folgten alle betroffenen Institutionen:

Herr Andreas Bigge, zuständiger Bahnhofsmanager der DB AG aus Münster
Herr Dieter Blase, Projektmanager Bahnhöfe der IBA Emscherpark GmbH, Gelsenkirchen,
Herr Ulrich Brackhagen, Architekt und Stadtplaner, Münster,
mit Erfahrungen z.B. am Bahnhof Lünen und
Herr Michael Leißing, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Steinfurt des Verkehrsclubs Deutschland, als Vertreter der Bahnnutzer, Emsdetten

 

  • Mit der integrierten Planung verfolgen wir folgende Ziele:

  • Stärkung der Verkehrsknotenfunktion

  • Verbesserung der Verkehrsabwicklung

  • Nutzung der Zentrumsfunktion und der Lagegunst

  • Verbesserung der städtebaulichen Gestaltung

  • Stärkung der Wirtschaftskraft

Stärkung der Verkehrsfunktionen

Hier geht es um die Umsteigeverhältnisse von den Zubringern Bus, Fahrrad und PKW zur Bahn und um die Zugangsverhältnisse für Fußgänger.

Für den Zubringer Fahrrad geht es um Art und Umfang der Fahrradabstellanlagen.

Für PKW’s geht es um Lage und Umfang von Kurzzeitparkplätzen, P+R-Plätzen, Park-Kiss-Plätzen. Dazu wollen wir die Rückseite des Bahnhofs nutzen und erschließen.

Für die Fußgänger muß die Straße besser zu überqueren sein. Der Bahnhof muß „näher" an die Bahnhofstraße heranrücken. Das kann z.B. durch städtebauliche Sichtverbindungen geschehen.

Zur Verbesserung der Sicherheit der Fahrgäste der Bahn muß eine Untertunnelung oder eine Überbrückung der Gleise erfolgen. Ferner wird ein behindertengrechter Zugang benötigt.

Um die Verkehrsabwicklung und den Service für die Fahrgäste zu verbessern, muß ein Fahrgastinformationssystem installiert werden.

Zentrumsfunktion und Lagegunst

Die Eisenbahn teilt die Stadt. Der Bahnhof und das Bahnhofsumfeld liegen sehr zentral und werden heute nicht entsprechend der Zentralität genutzt. Teilweise liegen die Flächen brach oder werden unterwertig genutzt. Der Bahnhof soll als Mittelpunkt des städtischen Lebens reaktiviert werden.

Dazu sollen im und am Bahnhof folgende attraktive Nutzungen angestrebt werden:

  • Fahrradservice des Verkehrsvereins

  • Serviceeinrichtungen: Gastronomie, Handel z.B. für Reiseverpflegung oder Blumen, Sanitäranlagen, Zeitungen

  • Tourismus: Touristinformation, Reisebüro

 

Städtebauliche Gestaltung

Notwendig ist ein ganzheitliche Planung. Sie umfaßt folgende Maßnahmen:

  • Neuordnung des Bahnhofsvorplatzes, (Fahrradstation, Busbahnhof, Parkplätze, Taxistand)

  • Renovierung und Ausbau des Bahnhofsgebäudes (Freilegung der Ziegel durch Enfernen des Putzes, Nutzung der Räumlichkeiten und der Wohnung, eventuell ergänzender Neu- oder Anbau)

  • Erschließung der Bahnhofsrückseite (fußläufige Anbindung der Stadtseite, ungenutzte Flächen)

  • Untertunnelung oder Überbrückung der Gleise, Schaffung einer Verkehrsinsel zwischen den Gleisen (Sicherheit der Fahrgäste, Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit für Behinderte)

  • Park-und-Ride-Plätze im rückwärtigen Bahnhofsbereich, Schutz der Bäume, Außengastronomie im bisherigen Bereich

  • Renovierung und Nutzung der alten Lagerhallen (z.B. durch eine Eisenbahndisco oder eine Stadtbrauerei mit Erlebnisgastronomie, Außengastronomie)