| Zeit ist entscheidend
Pressekonferenz mit Staatssekretär
Adamowitsch
Emsdetten
(std) - Die Bemühungen um die Weiterentwicklung
des Bahnhofkonzeptes gehen weiter. Gestern präsentierte der SPD-Ortsverband mit
Bürgermeisterkandidat Dr. Engelbert Recker den aktuellen Verfahrensstand seiner
Aktivitäten.
Die Planungsarbeit um den Bahnhof wird weiterhin zweigleisig gefahren. Genau solch
einen Wettkampf haben wir immer gewollt - einen Wettstreit um die besten Ideen",
führte SPD-Chef Harald Lude aus.
Aufbauend auf dem SPD-Plan Bahnhof 2000" wurden erste Kostenschätzungen
präsentiert. Man hätte auch den am 6. Mai im Rat verabschiedeten Rahmenplan von CDU und
SPD zusammennehmen können, aber beide seien bis auf Kleinigkeiten identisch. Wegen der
Kongruenz habe man am 6. Mai auch zustimmen können. Unterstützt wurde die SPD durch
Georg Wilhelm Adamowitsch, Staatssekretär im Landesministerium für
Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und
Verkehr MWMTV), Bernd Küppers vom Zweckverband SPNV und Dieter Blase von der
IBA. Nach
Schätzungen des Zweckverbandes des Schienenpersonalnahverkehrs Münsterland kommen nach
Erfahrungswerten ungefähre Kosten von 25 Millionen DM auf das Projekt zu.
Knapp 90 Prozent werden vom Land gefördert.
Eine Zusicherung, so Adamowitsch, sei dies natürlich nicht. Emsdetten müsse in den
NRW-Rahmenvertrag zwischen den Zweckverbänden des SPNV, dem MWMTV, dem Ministerium für
ASSKS und der DB Station und Service aufgenommen werden, Von einer Idee bis zu
einem fertigen Antrag - und nur der entscheidet - ist es ein langer Weg."
Um so begrüßenswerter sei es, wenn die Parteien in Emsdetten sich den Bahnhof so zu
Herzen nähmen. Der Vertragspartner
sei natürlich die Stadt. Am Anfang sind aber die Anstöße wichtig."
Einen solchen hat die SPD mit ihrem Informationsgespräch mit den
beteiligten Stellen erbracht. Um in den Genuss der Förderungen zu kommen, sei ein Faktor
neben dem Wahlkampf wichtig: die Zeit. Es gibt Städte, die mit ihren Planungen
weiter sind, Emsdetten muss sich beeilen", machte Adamowitsch deutlich. Vom
Windhundrennen sei zwar noch keine Rede, dennoch bestehe Handlungsbedarf.
Bundestagsmitglied Reinhold Hemker will sich deshalb in das Projekt mit
einspannen lassen. Ich möchte von der Stadt einen offiziellen Auftrag. Ich
möchte vermitteln." Staatssekretär Adamowitsch begrüßte die Moderatorfunktion. |